Europa: Netbooks erobern 30 Prozent des Marktes
Die preisgünstigen Netbooks setzen ihren Siegeszug im vierten Quartal 2008 fort. Das ergab eine Studie des Marktforschungsunternehmens IDC über den Wirtschaftsraum EMEA. Die Gerätegattung eroberte 20 Prozent des Gesamtmarktes für mobile Computer und 30 Prozent des Privatkundenmarktes. "Wie erwartet waren Mininotebooks eines der gefragtesten Produkte der Weihnachtssaison, speziell in Westeuropa, wo über 80 Prozent des Umsatzes der EMEA-Region generiert werden", sagte Eszter Morvay, Research Manager bei IDC. Derzeit gebe es mehr als 50 Anbieter. Auch Paketangebote der Mobilfunkbetreiber spielten eine wichtige Rolle bei der Verbreitung des Netbooks.
Acer (30,3 Prozent) liegt mit seinem Aspire One, das im Juni 2008 an den Start ging, ganz vorne im Rennen. Neben dem Einzelhandel schloss das taiwanische Computerunternehmen auch Lieferverträge mit den Mobilfunkbetreibern Phone House (Großbritannien), der Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile, Telecom Italia Mobile (TIM) und dem portugiesischen Telekom-Unternehmen Telecomunicações Móveis Nacionais (TMN).
Asus verteidigte mit 28 Prozent seine Schlüsselposition und hat mit seiner Eee-PC-Produktlinie das breiteste Angebot. Eee-PCs mit Mobilfunkverträgen nahmen unter anderem SFR in Frankreich und TIM in Italien ins Angebot.
Hewlett-Packard übernahm mit dem Start seines Compaq Mini 700 im Dezember 2008 den dritten Rang für Mininotebooks in EMEA. Auch das HP 2133 erfreute sich starker Nachfrage und wurde von den Mobilfunkbetreibern Bouygues (Frankreich), Cosmote (Griechenland), Elisa (Finnland) und Mobistar (Belgien) eingekauft.
Samsung landete mit 6,4 Prozent auf dem vierten Rang, Dell mit 4,3 Prozent auf Platz 5. Inmitten der laufenden globalen Rezession erwartet IDC eine anhaltende Dynamik des Mini-Notebook-Marktes in den kommenden Quartalen und ein robustes zweistelliges Wachstum im Jahr 2009.


