Gates-Stiftung fördert mobile Finanzdienstleistungen
In den Schwellenländern leben über eine Milliarde Menschen, die zwar kein Bankkonto besitzen, aber ein Mobiltelefon. Diesen Menschen will MMU die Möglichkeit bieten, Überweisungen und andere Finanztransaktionen über das Mobiltelefon abzuwickeln.
Um solche Dienste verfügbar zu machen, arbeitet MMU mit den unterschiedlichsten Partnern zusammen. Neben Mobilfunknetzbetreibern und Banken sind das Mikrofinanzinstitute, Regierungen und Entwicklungsorganisationen. Ziel ist es, bis zum Jahr 2012 rund 20 Millionen Menschen Zugang zu mobilen Finanzdienstleistungen zu verschaffen.
Die mobilen Geldgeschäfte sollen günstiger sein als die herkömmlichen, die sich die Menschen in den Schwellenländern, die mit oft weniger als 2 US-Dollar am Tag auskommen müssen, meist nicht leisten können. Mit der Mobilfunktechnik werde es möglich, diesen Menschen "kostengünstige, hochwertige Finanzdienstleistungen" anzubieten, sagte Bob Christen von der Bill und Melinda Gates Stiftung.
Für die Mobilfunkindustrie stellen die mobilen Finanzdienstleistungen "eine enorme Chance" dar, sagte Rob Conway, Chef der GSM Association. Der Verband geht davon aus, dass im Jahr 2012 mobile Geldtransaktionen im Wert von insgesamt 5 Milliarden US-Dollar getätigt werden.
Die Vodafone-Tochter Safaricom bietet seit März 2007 in Kenia unter der Bezeichnung M-PESA mobile Finanzdienstleistungen an. Nutzer können Geld auf ihrem Mobiltelefon speichern und überweisen. Dazu kaufen sie zunächst bei einem M-PESA-Agenten für echtes Geld digitales, das sie auf dem Mobiltelefon speichern. Wollen sie eine Überweisung durchführen, schicken sie eine SMS mit dem Betrag. Der Empfänger lässt sich das Geld nach einer Identitätsprüfung bei seinem Agenten auszahlen.
- Anzeige Hier geht es zur AVM Fritzbox 7590 AX bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.