EU macht Druck für digitales Fernsehen

Gute Fortschritte bei Abschaltung des analogen Fernsehens

Die EU-Kommission sieht den Kontinent beim Übergang vom analogen zum digitalen Fernsehen weltweit führend. Die EU will ein breiteres Spektrum an Fernsehdiensten wie HDTV oder Video-on-Demand auf mehreren Übertragungsplattformen fördern, die sich auf terrestrische Netze, Kabelnetze, Satellitensysteme, das Internet sowie Mobilfernsehnetze stützen.

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Die Abschaltung des analogen terrestrischen Fernsehbetriebs in Europa kommt voran. In fünf Mitgliedstaaten (Deutschland, Finnland, Luxemburg, Schweden und Niederlande) ist sie bereits vollzogen, und bis 2010 sollte dieser Prozess in der gesamten EU weit fortgeschritten sein, teilte die EU-Kommission am 16. Februar 2009 in Brüssel mit. Den Prognosen zufolge sollten alle Mitgliedstaaten die vollständige Abschaltung des analogen Fernsehens bis 2012 einhalten können.

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Die USA haben die Einstellung des Analogbetriebs auf den 12. Juni 2009 verschoben. Japan plant die Abschaltung für Juli 2011, Südkorea für Ende 2012, Australien für 2013, Indien und Russland erst für 2015. Gerade Japan, Südkorea und die USA sind aber trotz des noch aktiven Analogfernsehens Vorreiter im Bereich digitalen hochauflösenden Fernsehens.

Die EU wolle so ein breiteres Spektrum an interaktiven Fernsehdiensten wie HD oder Video-on-Demand auf mehreren Übertragungsplattformen fördern, die sich auf terrestrische Netze, Kabelnetze, Satellitensysteme, das Internet sowie Mobilfernsehnetze stützen.

"Das bedeutet, dass eine große Menge an Frequenzen für neue Fernseh- und Drahtlosdienste verfügbar wird - vorausgesetzt, Europa trifft rasch die richtigen Entscheidungen", erklärte die für Telekommunikation und Medien zuständige Kommissarin Viviane Reding. "Abgestimmte Entscheidungen über die Nutzung der sogenannten digitalen Dividende sind für eine baldige Erholung der europäischen Wirtschaft von zentraler Bedeutung."

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Hiergegen stellt sich in Deutschland der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT). Nur unter bestimmten Voraussetzungen sei die Branche dazu bereit, dass die "Kanäle 61 bis 69 für Breitbandanwendungen im ländlichen Raum genutzt werden", so VPRT-Vizepräsident Tobias Schmid. Aus Sicht der privaten Sender müsse allerdings gewährleistet sein, dass die aus der Umstellung und möglichen Reichweitenverlusten resultierenden Folgekosten sowie vermeintliche technische Störungen nicht zu Lasten der Rundfunkveranstalter und derzeitigen Nutzer der Frequenzen gingen. Über diesen Frequenzbereich hinaus gäbe es aus VPRT-Sicht keinen weiteren Spielraum, erklärte Schmid.

In den 21 Mitgliedstaaten Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Schweden, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik und Ungarn sei der digitale terrestrische Rundfunk bereits eingeführt und eine Teilversorgung des Staatsgebiets erreicht, erklärt die EU weiter. Fünf weitere Mitgliedstaaten (Zypern, Irland, Polen, Portugal und die Slowakei) planten bis spätestens 2010 digitale Dienste. Nur Rumänien habe diesbezüglich noch kein Konzept vorgelegt.

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pipapo 17. Feb 2009

Nunja, die SmartCard bietet im Abo aber meißtens auch den Vorteil von Video-on-Demand...

tmpZonk 17. Feb 2009

danke, dass zumindest einer hier hirn hat.

borg 16. Feb 2009

Analoges Fernsehen ist in fünf EU-Ländern bereits abgeschaltet Worin liegt der Vorteil...

paeppa 16. Feb 2009

Der SWR hat noch einige Standorte, an denen Das Erste, ZDF und SWR Fernsehen noch analog...



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