Haftstrafen für ehemalige Phenomedia-Vorstände
Der Prozess gegen die früheren Vorstände des Computerspielherstellers Phenomedia ist nach 117 Prozesstagen zu Ende. Die beiden Verurteilten hatten gestanden, die Bilanzen des Unternehmens mit Scheinumsätzen über Jahre hinweg aufgebläht zu haben. Wegen Untreue, Betrug und Bilanzfälschung wurde der ehemalige Firmenchef zu drei Jahren und zehn Monaten verurteilt, der Exfinanzvorstand erhielt drei Jahre Haft.
Auf Nachfrage vom Golem.de erklärte Thorsten Wienecke, ein Sprecher des Bochumer Landgerichts, dass die beiden ehemaligen Phenomedia-Manager in den offenen Vollzug kämen. Die Verurteilten könnten tagsüber arbeiten und müssen sich nur in der Nacht in der Haftanstalt aufhalten. Zur Bewährung könnten die langen Haftstrafen jedoch nicht verhängt werden, so Wienecke.
Ursprünglich saßen zu Prozessbeginn sechs Personen auf der Anklagebank. Gegen zwei ergingen schon vor längerer Zeit Bewährungsstrafen. "Für zwei weitere Angeklagte wurde das Verfahren gegen Auflagen eingestellt", erklärte Wienecke weiter.