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SLI auch für Intel-Mainboard, BIOS verfügbar

Intel lizenziert Nvidia-Technik für DX58SO "Smackover". Nahezu alle X58-Mainboards für den Core i7 können mit zwei Nvidia-Grafikkarten umgehen – nur Intels Produkt DX58SO bot diese Funktion bisher nicht. Nach langem Zögern hat Intel nun die SLI-Technik lizenziert und bietet bereits ein passendes BIOS an.
/ Nico Ernst
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Mit diesem Schritt zieht Intel bei dem nach, was die taiwanischen Mainboardhersteller direkt nach Nvidias Freigabe von SLI für den X58-Chipsatz bereits ermöglicht haben. Wie Nvidia damals betonte, stellt der X58 eine Ausnahme dar, eine generelle Lizenz für SLI gibt es nicht. Um die Technik tobt ein langer Streit zwischen Intel und Nvidia. Nvidia ist daran gelegen, vor allem die eigenen Chipsätze zu verkaufen, für die High-End-Produkte ist SLI dabei ein wichtiges Marketingargument.

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Einen Nvidia-Chipsatz für den Core i7 gibt es aber noch nicht, so dass das Unternehmen sich sehr kurzfristig entschloss, SLI auch für den X58 freizugeben. Dafür muss aber jeder Mainboardhersteller eine Lizenz von Nvidia kaufen. Anbieter wie Asus, Gigabyte und MSI taten das sofort, Intel zögerte ein halbes Jahr lang. Dabei ist gerade das auch als "Smackover" bekannte Intel-Board DX58SO ohnehin durch seine schwache Ausstattung mit nur vier statt der sonst üblichen sechs DIMM-Slots und fehlende Heatpipe-Kühlung sowie die Abwesenheit eines parallelen IDE-Anschlusses bei Technikbastlern nicht gerade beliebt.

Inzwischen lassen sich aber mehrere ATI-Karten (CrossFire) wie Nvidia-Stecklinge (SLI) im Smackover betreiben. Intel hat dafür die BIOS-Version 3435(öffnet im neuen Fenster) zum Download zur Verfügung gestellt. Neben der SLI-Funktion ist darin laut den Release Notes ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ) als Änderung nur voreingestellt, dass die "C-States" abgeschaltet sind. Der Rechner braucht dann etwas mehr Strom, lässt sich aber leichter übertakten. Im BIOS-Setup kann man die C-States aber auch wieder einschalten.


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