Gedanken mit Licht erkennen
Wissenschaftler der Universität im kanadischen Toronto und des Bloorview Research Institute haben eine Möglichkeit gefunden, Gedanken mitzulesen. Mit Hilfe eines auf infrarotem Licht basierenden bildgebenden Verfahrens können sie mit einer Genauigkeit von 80 Prozent feststellen, welches von zwei Getränken ein Patient bevorzugt. Dazu durchleuchten sie sein Gehirn mit infrarotem Licht. Anhand der Absorption des Lichtes können die Forscher Vorliebe oder Abneigung gegenüber dem Getränk erkennen.
Dann bekamen die Testpersonen auf einem Computermonitor jeweils zwei Getränke präsentiert und wurden aufgefordert, zu entscheiden, welches sie bevorzugten. An ihrer Hirnaktivität konnten die Forscher ihre Entscheidung erkennen: Wenn das Gehirn aktiv ist, steigt der Sauerstoffgehalt im Blut. Je nach Sättigung absorbiert das Blut mehr oder weniger Licht. Einzige Schwierigkeit: Bei einigen Menschen steigt die Aktivität, wenn sie etwas nicht mögen; bei anderen weist mehr Aktivität auf eine Vorliebe hin. Nachdem die Forscher dem Computer diese individuellen Muster beigebracht hatten, konnten sie mit großer Genauigkeit ermitteln, welches der beiden dargestellten Getränke der Proband bevorzugte.
Mit Hilfe dieses Systems wollen es die Wissenschaftler Patienten, die an einem Locked-in-Syndrom leiden, ermöglichen, mit ihrer Umwelt zu kommunizieren. Gedankenlesen könne das System nicht, schränkt Sheena Luu, die die Tests durchgeführt hat, ein. Dazu sei das Gehirn zu komplex. "Schränken wir jedoch das Feld ein, wie wir es getan haben, indem wir die Frage und die möglichen Antworten darauf vorgeben, dann wird Gedankenlesen möglich."
Chau erforscht neben der Hirnaktivität auch noch andere Möglichkeiten, mit Hilfe des Körpers zu kommunizieren, etwa durch das Atemverhalten oder die Herzfrequenz.
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