Verletzt die Vorlesefunktion des neuen Kindle Urheberrechte?

US-Schriftstellerverband kritisiert Amazons neuen E-Book-Reader

Der US-Schriftstellerverband Authors Guild kritisiert Amazons neuen E-Book-Reader. Die Vorlesefunktion verletze Tonaufführungsrechte, argumentiert der Verband.

Artikel veröffentlicht am ,

Kaum hat Amazon seinen neuen E-Book-Reader Kindle 2 auf den Markt gebracht, droht Ungemach. Grund ist die Text-to-Speech-Software, die auf dem Kindle 2 gespeicherte Texte vorliest. Diese Vorlesefunktion verletzt nach Ansicht des US-Schriftstellerverbandes Authors Guild die Urheberrechte der Autoren.

Stellenmarkt
  1. Junior Network Engineer - Firewall (m/w/d)
    STRABAG BRVZ GMBH & CO.KG, Köln, Stuttgart
  2. IT-Systemkoordinator*in (m/w/d) SharePoint / Jira-Produkte
    Hochschule RheinMain, Wiesbaden
Detailsuche

"Sie haben nicht das Recht, ein Buch laut vorzulesen", sagte Authors-Guild-Chef Paul Aiken dem Wall Street Journal. Dabei handele es sich um ein Tonaufführung, die durch das Urheberrecht geschützt sei, so Aitken.

 

Der auf das Urheberrecht spezialisierte US-Anwalt Ben Sheffner bezweifelt jedoch, dass die Text-to-Speech-Funktion eine öffentliche Aufführung darstelle, sagte er dem US-Branchendienst CNet. Der Harvard-Jurist Jonathan Zittrain argumentierte, es liege keine Urheberrechtsverletzung vor, solange keine Tonaufnahme des Buches gemacht werde.

Text-to-Speech-Engines wie etwa WebAnywhere lesen Texte mit einer synthetisierten Stimme vor. Solche Systeme werden zum Beispiel eingesetzt, um Blinden und Sehbehinderten Zugang zu Computer- und Internetinhalten zu ermöglichen. Von der Qualität reichen sie jedoch im Allgemeinen nicht an einen menschlichen Vorleser heran.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


fdnja 27. Jul 2009

Sry, wirst dann wohl ne Anklage bekommen. Ist ne unrechtmäßige öffentliche Visualisierung...

redwolf 18. Feb 2009

Da geht es nur mal wieder um selbsterhalt, weil jemand eine technische Neuerung verpasst hat.

Arno Nühm 12. Feb 2009

Genau. Es heißt ja auch: "Dei Mutter sei G'sicht."

MartinP 12. Feb 2009

Aber die Kindergärtnerinnen im Kindergarten bekommen da bestimmt Probleme...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Krypto-Gaming
Spieleentwickler wollen nichts mit NFT zu tun haben

Die Gamesbranche wehrt sich bislang vehement gegen jedes neue Blockchain-Projekt. Manager und Entwickler erklären warum.
Von Daniel Ziegener

Krypto-Gaming: Spieleentwickler wollen nichts mit NFT zu tun haben
Artikel
  1. Mojo Lens: Erster Tragetest mit Augmented-Reality-Kontaktlinse
    Mojo Lens
    Erster Tragetest mit Augmented-Reality-Kontaktlinse

    Ein winziges Micro-LED-Display, ein Funkmodem, ein Akku - und kein Kabel: Der Chef von Mojo Lens hat seine AR-Kontaktlinse im Auge getragen.

  2. Ouca Bikes: E-Lastenrad für eine Viertel Tonne Fracht oder acht Kinder
    Ouca Bikes
    E-Lastenrad für eine Viertel Tonne Fracht oder acht Kinder

    Ouca Bikes hat ein elektrisches Lastenrad vorgestellt, das eine Zuladung von rund 250 kg transportieren kann. Das E-Bike fährt auf drei Rädern.

  3. Bill Nelson: Nasa-Chef warnt vor chinesischem Weltraumprogramm
    Bill Nelson
    Nasa-Chef warnt vor chinesischem Weltraumprogramm

    Gibt es Streit um den Mond? Nasa-Chef Bill Nelson fürchtet, dass China den Trabanten als militärischen Außenposten für sich haben möchte.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MindStar (G.Skill Trident Z Neo 32 GB DDR4-3600 149€ und Patriot P300 512 GB M.2 39€) • Alternate (Acer Nitro QHD/165 Hz 246,89€, Acer Predator X28 UHD/155 Hz 1.105,99€) • Samsung GU75AU7179 699€ • Kingston A400 480 GB 39,99€ • Top-PC mit Ryzen 7 & RTX 3070 Ti für 1.700€ [Werbung]
    •  /