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DRAM-Hersteller fusionieren zur neuen Nummer 2 am Weltmarkt

Elpida-Chef unterzeichnet Vereinbarung mit Taiwanern. Der japanische DRAM-Hersteller Elpida wird einen Rahmenvertrag zur Fusion mit den taiwanischen Konkurrenten Powerchip, Rexchip Electronics und Promos Technologies unterzeichnen. Damit entsteht in der Krise der weltweit zweitgrößte Speicherbausteinproduzent nach Samsung.
/ Achim Sawall
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Elpida Memory, Japans größter Hersteller von Arbeitsspeicher, ist mit den Fusionsverhandlungen mit den drei taiwanischen Konkurrenten Powerchip, Rexchip Electronics und Promos Technologies offenbar entscheidend vorangekommen. Das berichtet die gewöhnlich gut informierte japanische Wirtschaftszeitung Nikkei(öffnet im neuen Fenster) . Elpida-Chef Yukio Sakamoto soll danach am 11. Februar 2009 eine Grundsatzvereinbarung mit den Taiwanern und der Regierung unterzeichnen.

Taiwans DRAM-Hersteller schreiben bereits seit sechs aufeinanderfolgenden Quartalen rote Zahlen. Elpida verzeichnet ebenfalls einen Rekordverlust für 2008. Die Partner verhandeln seit Herbst 2008 über ein Zusammengehen.

Zudem wird Elpida einem Rettungspaket der japanischen Regierung zustimmen, die die nationale Chipindustrie retten will. Auch die taiwanische Regierung langt in den Steuertopf und greift den Firmen mit umgerechnet 858 Millionen Euro unter die Arme.

Elpida und Rexchip würden nach dem Plan unter dem Schirm einer Holding zusammengefasst. Powerchip und Promos kommen unter die Kontrolle von Rexchip. Bis Ende Februar soll eine öffentliche Bekanntgabe der Fusion erfolgen, bis März 2010 muss das Gemeinschaftsunternehmen arbeitsfähig sein. Damit entsteht der zweitgrößte Speicherbausteinproduzent nach Samsung.

Elpida, der weltweit drittgrößte DRAM-Produzent, entstand 1999 als "NEC Hitachi Memory" durch den Zusammenschluss von Hitachis und NECs DRAM-Sparten. 2003 kam Mitsubishis DRAM-Geschäft hinzu. 2004 folgte der Börsengang Elpidas in Tokio.

DRAMs machen zwischen 10 und 20 Prozent des jährlichen Umsatzes der Halbleiterbranche aus, hat das US-Marktforschungsunternehmen iSuppli errechnet. In Taiwan sind fünf der zehn größten DRAM-Hersteller der Welt angesiedelt. Die DRAM-Preise sind gegenwärtig auf unter 10 Prozent des Preisniveaus des Vorjahres (2008) eingebrochen, weshalb alle Marktteilnehmer ums Überleben kämpfen.


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