Strom sparen mit Google
Über seinen "philantropischen Arm" Google.org unterstützt Google Projekte zu erneuerbaren Energien. Google.org hat beispielsweise in das Solarthermie-Unternehmen BrightSource Energy investiert oder die Entwicklung des Elektroautos Aptera 2e gefördert. Mit seinem nächsten Projekt wendet sich das Unternehmen an die Nutzer zu Hause.

Ihnen will Google.org helfen, Strom zu sparen. Dazu hat das Unternehmen eine Webapplikation namens Powermeter entwickelt, mit der Nutzer ihren Stromverbrauch praktisch in Echtzeit überwachen können. Um das System nutzen zu können, brauchen sie intelligente Stromzähler, die ihre Daten über das Internet an das System übermitteln.
Auf einer Website können die Nutzer die Verbrauchsdaten mit geringem Zeitverzug ablesen. Aus dem Daten lassen sich Statistiken erstellen, an Hand derer die Verbraucher ablesen können, wie viel Strom ihre einzelnen Haushaltsgeräte verbrauchen. So könnten die Nutzer sehen, was es kostet, den Fernseher den ganzen Tag laufen zu lassen oder was sie sparen, wenn sie die Klimaanlage weniger stark aufdrehen, heißt es auf der Powermeter-Website.
Derzeit steht Powermeter nur Google-Mitarbeitern wie Mirvo zur Verfügung, schreibt Ed Lu aus dem Entwicklerteam im offiziellen Google-Blog(öffnet im neuen Fenster). Allerdings sucht Google nach Herstellern, um die Geräte auch einer breiteren Nutzerschaft zugänglich zu machen.
Daneben macht sich Google öffentlich für die Einrichtung einer Infrastruktur mit intelligenten Stromzählern stark. Das Unternehmen hat dieser Tage ein entsprechendes Positionspapier(öffnet im neuen Fenster) bei der California Public Utility Commission (CPUC) eingereicht. Die CPUC ist eine Behörde, die private Versorgungsunternehmen wie Elektrizitätsversorger, Telekommunikationsanbieter, Gas- und Wasserwerke beaufsichtigt.
Intelligente Stromzähler, die hoch aufgelöst Verbrauchsdaten liefern, sind ein wichtiges Element zum Energiesparen. In Deutschland will das in Cuxhaven laufende Projekt eTelligence Haushalte mit entsprechenden Zählern ausstatten. Hoch aufgelöste Lastgangsdaten seien jedoch vertrauliche Daten, sagte eTelligence-Projektleiter Wolfram Krause im Interview mit Golem.de. In dem Cuxhavener Projekt sollen diese aus Datenschutzgründen nur innerhalb des Hauses erfasst und dort auch vorverarbeitet werden.
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