Abo
  • Services:

Der Stoßdämpfer als Kraftwerk

Elektrische Energie aus der Radaufhängung

Studenten des Massachusetts Institute of Technology haben eine neuartige Methode des Energy Harvesting entwickelt. Ein spezieller Stoßdämpfer verwandelt Stöße in elektrische Energie. Außerdem macht er die Fahrt eines Autos ruhiger als herkömmliche Stoßdämpfer.

Artikel veröffentlicht am ,

Stoßdämpfer sorgen im Auto für eine ruhige und sichere Fahrt. Studenten des renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben einen Stoßdämpfer entwickelt, der noch mehr kann: Er erzeugt elektrische Energie aus den Stößen durch Bodenwellen und anderen Fahrbahnunebenheiten.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart
  2. Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG, Neckarsulm

Stoßdämpfer
Stoßdämpfer
Ein hydraulischer Stoßdämpfer besteht aus einem mit Öl gefüllten Zylinder und einem Kolben. Bei einer Erschütterung taucht der Kolben in das Öl ein und drückt es durch kleine Ventile. So wird die Erschütterung abgefangen. Bei dem von den MIT-Studenten entwickelten Stoßdämpfer wird das Öl durch kleine Turbinen gepumpt, die einen Generator antreiben.

Zu Beginn ihres Projektes hatten die Studenten zunächst erforscht, wo in einem Auto die meiste Energie verschwendet wird. Da Hybridfahrzeuge bereits Bremsenergie zurückgewinnen, suchten die Studenten nach anderen Möglichkeiten und fanden die Radaufhängung. Sie statteten verschiedene Fahrzeugtypen mit Sensoren aus, um zu messen, wie viel Energie hier gewonnen werden kann. Die Messungen ergaben, dass herkömmliche Radaufhängungen eine signifikante Energiemenge verschwenden, erklärt Zack Anderson. Die Studenten glauben, dass ihre Stoßdämpfer die Effizienz eines Autos um 10 Prozent steigern können. Da zudem eine Elektronik die Dämpfung aktiv steuert, ermöglichen die neuartigen Stoßdämpfer auch eine ruhigere Fahrt als herkömmliche Stoßdämpfer.

Die meiste Energie lässt sich laut Anderson bei schweren Fahrzeugen gewinnen. In Tests fanden er und seine Kommilitonen heraus, dass bei einem dreiachsigen Lkw jeder der sechs Stoßdämpfer auf einer normalen Straße bis 1 kW Energie erzeugen kann. Mit dieser Energie könne beispielsweise das Kühlaggregat eines Anhängers betrieben werden. In Hybridfahrzeugen könnten die Stoßdämpfer die Akkus laden.

Humvee
Humvee
Der US-Autohersteller AM General, der unter anderem das High Mobility Multipurpose Wheeled Vehicle (kurz: HMMWV), besser bekannt als Humvee, baut, hat bereits Interesse an der Erfindung der Studenten bekundet.

Energy Harvesting wird die Versorgung eines Systems mit Energie aus seiner unmittelbaren Umgebung genannt, zum Beispiel aus Vibrationen, Luftströmungen oder mechanischen Bewegungen. So kann das Hemd, der Schuh, das Knie oder sogar der eigene Kiefer zum Kraftwerk werden.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 1.099€
  2. 39,99€ statt 59,99€

hmm2 11. Nov 2009

hallo ist magnetic ride nich ganz was anderes. bose verwednet ja elektro motoren umd die...

Zoom 08. Okt 2009

Hallo, die Antwort von "Frickeln ade" war richtig. Ich habe selber, weil ich auch auf die...

Name 16. Feb 2009

Falsch. Du hast die Verluste beim Windrad vergessen. Die Gesamtbilanz wird dadurch...

respawner 11. Feb 2009

Hmm, die Abwärme des PCs nutzen? Hat man dann MehrKernEnergie?

Duesentrieb 11. Feb 2009

Jetzt exclusiv fuer Ihren Wackeldackel..... ...erzeugen Sie den Strom fuer ihren Mp3...


Folgen Sie uns
       


Adobe Premiere mit Quicksync ausprobiert

Quicksync ist eine überfällige Neuerung für Adobe Premiere. Wir haben die Hardwarebeschleunigung ausprobiert.

Adobe Premiere mit Quicksync ausprobiert Video aufrufen
Mars: Die Staubstürme des roten Planeten
Mars
Die Staubstürme des roten Planeten

Der Mars-Rover Opportunity ist nicht die erste Mission, die unter Staubstürmen leidet. Aber zumindest sind sie inzwischen viel besser verstanden als in der Frühzeit der Marsforschung.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Nasa Dunkle Nacht im Staubsturm auf dem Mars
  2. Mars Insight Ein Marslander ist nicht genug

Jurassic World Evolution im Test: Das Leben findet einen Weg
Jurassic World Evolution im Test
Das Leben findet einen Weg

Ian Malcolm hatte recht: Das Leben wird ausgegraben und gebrütet, es frisst und stirbt oder es bricht aus und macht Jagd auf die Besucher. Nur leider haben die Entwickler von Jurassic World Evolution ein paar kleine Design-Fehler begangen, so wie Henry Wu bei der Dino-DNA.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Vampyr im Test Zwischen Dracula und Doktor
  2. Fe im Test Fuchs im Farbenrausch
  3. Thaumistry: In Charm's Way im Test Text-Adventure der ganz alten Schule

In eigener Sache: Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht
In eigener Sache
Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht

IT-Profis sind auf dem Arbeitsmarkt enorm gefragt, und die Branche hat viele Eigenheiten. Du kennst dich damit aus und willst unseren Lesern darüber berichten? Dann schreib für unser Karriere-Ressort!

  1. Leserumfrage Wie sollen wir Golem.de erweitern?
  2. Stellenanzeige Golem.de sucht Redakteur/-in für IT-Sicherheit
  3. Leserumfrage Wie gefällt Ihnen Golem.de?

    •  /