Mark Shuttleworth: Wir sind uns selbst die größten Feinde

Vorwürfe erschweren die Zusammenarbeit
Dass immer wieder auf Canonical herumgehackt wird, liege, meint Shuttleworth, "in der Natur des Menschen". Ubuntu sei sehr beliebt, da sei es nur richtig, dass die Leute hohe Maßstäbe anlegen. Ihn selbst ehre das. "Aber manchmal sagen Mitbewerber Dinge, die nicht wahr sind, nur um einen guten Mitbewerber zurückzuhalten. Dieses Spiel spiele ich nicht mit! Ich halte das nicht für konstruktiv."

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Mark Shuttleworth
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"In der Welt der freien Software sind wir uns selbst die größten Feinde. Was uns stark macht - dass jeder alles ändern kann - ist gleichzeitig eine potenzielle Schwäche", sagt Shuttleworth. Das könne beispielsweise dazu führen, dass ein Softwareanbieter sein Produkt nur auf einer bestimmten Linux-Variante unterstützt.

"Wir müssen sehr vorsichtig sein, wenn wir uns untereinander bekämpfen und uns fragen, ob es das wert ist". Oft sei es eben einfacher, sich gegenseitig anzugreifen, als zusammenzuarbeiten. Das zeige sich auch in der Beziehung von Ubuntu zu Debian: "Es gibt Leute bei Debian, die verstehen, wie viel von dem, was bei Debian passiert, von Ubuntu und Canonical getragen wird. Aber es gibt immer noch Leute, die uns für etwas Schreckliches halten."

Doch jeder neue Vorwurf erschwere es, die Probleme von morgen zu lösen. Er selbst halte sich daher aus negativen Diskussionen lieber heraus, so Shuttleworth. "Es kommt sehr selten vor, dass ich jemanden aus der Linux-Community kritisiere. Ich tue das nur, wenn ich glaube, dass ein sehr, sehr, sehr schwerer Fehler gemacht wird, der uns alle betrifft."

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Alle auf einmal?
Shuttleworth sieht seine Aufgabe eher darin, die Community zu einen. Deshalb forderte er dazu auf, dass Open-Source-Projekte ihre Veröffentlichungszyklen synchronisieren. Sein Traum wäre, dass sich die großen Distributionen auf einen gemeinsamen Veröffentlichungsrhythmus einigen.

Gnome und mittlerweile auch KDE veröffentlichen in regelmäßigen Abständen neue Versionen. Das verbessert die Zusammenarbeit, meint Shuttleworth. Vor allem aber helfen regelmäßige Veröffentlichungen anderen Projekten bei der Planung - etwa um in der nächsten Ubuntu-Version eine aktuelle Gnome-Version auszuliefern. Ob Projekte jeden Monat, alle drei Monate oder jedes halbe Jahr eine neue Version herausgeben, sei nicht entscheidend. Es gehe um die Vorhersagbarkeit. Die Projekte erkennen laut Shuttleworth aber auch, dass zusätzlich längere Zyklen nötig sind, um größere Veränderungen vorzunehmen. Wie das im Einzelnen funktioniert, müsse sich aber erst zeigen.

Die großen Distributionen dazu zu bringen, sich zu einigen, sei hingegen nicht so einfach. Shuttleworth räumt ein, dass es eine Abneigung gegen seinen Plan gibt. Daher konzentriere er sich nun auf die Upstream-Projekte. Hier müsse sich ein natürlicher Zyklus entwickeln, auch um große Änderungen zu ermöglichen. Ubuntu würde sich an diesen Zyklen orientieren, verspricht Shuttleworth, und sieht die Möglichkeit, dass das automatisch Auswirkungen auf andere Distributionen haben kann.

Bleibt die obligatorische Frage nach Canonicals finanzieller Situation. Schließlich ist es kein Geheimnis, dass Mark Shuttleworth immer noch für Ubuntu zahlt. Doch Canonical ist auf dem Weg, sich selbst zu tragen, berichtet Shuttleworth. "Der erste Meilenstein wird erreicht sein, wenn wir so viele Einkünfte haben, dass wir die sechsmonatigen Veröffentlichungen weiterführen können, ohne dass ich Geld zuschießen muss. Der für mich wichtigste Punkt ist dann erreicht, wenn wir genug Geld verdienen, um Ubuntu zu finanzieren. Denn dann hat Ubuntu seine eigene Grundlage - unabhängig von mir oder Canonical."

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Bachsau 10. Feb 2010

Ich denke wer beide Oberflächen aktiv verglichen wird, wird sehr schnell merken was KDE...

Bachsau 10. Feb 2010

Du wärst der letzte der wechselt. Weil du hier zwar Sprüche klopfen kannst, aber garnicht...

Bachsau 10. Feb 2010

Kauft euch Cedega.

Bachsau 10. Feb 2010

Und das macht es besser als bisher jede andere Distribution. Da kann ich nur sagen...



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