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Mark Shuttleworth: Wir sind uns selbst die größten Feinde

Eine Chance für Linux sieht Shuttleworth in Netbooks durchaus: "Netbooks werden benutzt, um auf Facebook zu surfen, um zu googeln oder etwas in Wikipedia nachzuschlagen. Das ist ein Anwendungsgebiet, in dem Linux sehr gut ist. Es ist eine komplett neue Klasse PCs und das ist unsere Chance, denn Linux passt für diese Geräte sehr gut." Genau deshalb sei es wichtig, dass sich freie Software auf Netbooks gut bedienen lässt. Bei Ubuntu arbeitet man laut Shuttleworth daran.

Mark Shuttleworth
Mark Shuttleworth
Doch es gab auch Meldungen, dass Linux-Netbooks zurückgegeben und gegen Windows-Netbooks ausgetauscht werden. "Wir arbeiten mit verschiedenen OEM-Partnern - mit Dell, mit Toshiba und anderen. Die Statistiken variieren von Firma zu Firma stark", sagt Shuttleworth dazu. Ob Anwender mit einem Linux-Netbook glücklich werden, hänge von ihrer Erwartungshaltung ab. Solange beim Verkauf von Linux-Netbooks auf die Vorteile zum Beispiel bei der Sicherheit hingewiesen wird, gibt es da keine Probleme. "Wenn Linux Windows wirklich herausfordern soll, müssen wir uns auf die User Experience konzentrieren. Auf Produktivität und Effizienz, so dass das gesamte System gut zusammenarbeitet und das Leben einfacher macht. Das schließt die Frage nach den Codecs ein".

Ob Ubuntus Mobilvariante künftig auf die Grafikbibliothek Qt anstatt Gtk setzt, wollte Shuttleworth so nicht beantworten. Ein solches Gerücht hatte es kürzlich gegeben. Shuttleworth weist darauf hin, dass es mit Kubuntu schon jetzt eine Version gibt, die KDE und damit Qt anstatt Gnome und Gtk verwendet. Canonical stelle sowohl Gtk- als auch Qt-Entwickler ein, um alle User-Experience-Entwicklungen sowohl in Gtk als auch in Qt für Ubuntu und Kubuntu anbieten zu können und die beiden Welten zu vereinen, statt sie weiter zu trennen.

Nokias Entscheidung, die C++-Bibliothek Qt unter die LGPL zu stellen, begrüßt Shuttleworth. Dadurch wird der Einsatz von Qt in proprietären Programmen möglich, ohne dass Entwickler eine Qt-Lizenz kaufen müssen. Die kostenlose GPL-Variante hingegen verlangte zuvor von den Entwicklern, dass sie ihre mit Qt entwickelten Programme offenlegen. "Nokia musste das machen, um Qt weiter zu verbreiten", kommentiert Shuttleworth den Schritt. Qt werde sich nun sicher größerer Beliebtheit erfreuen. Gnome müsse daher lernen, damit umzugehen, so dass Qt-Anwendungen auch unter Gnome schick aussehen. Aber: "Gtk wird nicht verschwinden", meint Shuttleworth.

Kritik an Canonical
Doch bei allem, was Canonical für Linux tut, wird Ubuntu immer wieder angefeindet. Ubuntu basiert auf Debian. Vor allem aus dem Debian-Lager gab es in der Vergangenheit daher viele Vorwürfe. Debian-Entwickler Joey Hess sagte einmal, Ubuntu betrachte Debian nur als Supermarkt für Komponenten.

Ende 2008 erfolgte ein Angriff von anderer Seite. Der Kernel-Entwickler Greg Kroah-Hartman warf Canonical vor, weniger zum Kernel und zu anderen Projekten wie X beizutragen als andere Firmen - und sogar weniger als Projekte wie Gentoo. Trotz seiner Bekanntheit sei Canonical nur für 0,1 Prozent der Kernel-Entwicklung in den vergangenen Jahren verantwortlich. Kroah-Hartmans Vorwurf lautet also: Canonical ist ein passives Mitglied der Linux-Community.

"Greg hat Recht: Wir sind nicht so stark an der Kernel-Entwicklung beteiligt", sagt Shuttleworth dazu. "Wir haben etwa acht Kernel-Entwickler, die sich mit Gerätetreibern und Dingen wie dem Powermangement beschäftigen - damit Linux sich so einfach benutzen lässt, dass man nicht über den Kernel nachdenken muss". Canonical entwickle tatsächlich keine großen, anspruchsvollen Kernel-Komponenten. Seine Firma konzentriere sich mehr auf das System als Ganzes.

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"Wir sind eine kleine Firma und prozentual gesehen haben wir mehr Entwickler, die an freier Software arbeiten als Novell oder Red Hat." Die Art, wie Kroah-Hartman seine Aussagen vereinfacht habe, sei enttäuschend gewesen, sagt Shuttleworth. Das bezieht sich wohl auch darauf, dass Kroah-Hartman nur Komponenten wie den Linux-Kernel, GCC und X als "Linux-Ökosystem" bezeichnete und Software wie Gnome und KDE außen vor ließ.

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Bachsau 10. Feb 2010

Ich denke wer beide Oberflächen aktiv verglichen wird, wird sehr schnell merken was KDE...

Bachsau 10. Feb 2010

Du wärst der letzte der wechselt. Weil du hier zwar Sprüche klopfen kannst, aber garnicht...

Bachsau 10. Feb 2010

Kauft euch Cedega.

Bachsau 10. Feb 2010

Und das macht es besser als bisher jede andere Distribution. Da kann ich nur sagen...

Blablablubb 01. Feb 2010

Usabilty hat aber was mit Schriftgrössenanpassung auf Bildschirmgrösse, Fokusverhalten...


Innenspur.de / 19. Feb 2009

Ubuntu muss geiler werden



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