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Mark Shuttleworth: Wir sind uns selbst die größten Feinde

Shuttleworth will das Problem auch direkt bei Canonical und Ubuntu anpacken. Zu diesem Zweck hatte das Unternehmen im Herbst 2008 Entwickler und Designer gesucht, die sich der Benutzerfreundlichkeit freier Software annehmen. Die sind nun da: "Wir haben jetzt etwa zwölf Leute bei Canonical, die sich nur um Design und Desktop-Experience kümmern." Erste Ergebnisse seien ein für Ubuntu 9.04 geplantes Benachrichtigungssystem, über das verschiedene Programme wie der E-Mail- und der IRC-Client dem Anwender Nachrichten zukommen lassen können. Momentan stehe die Arbeit an solchen Infrastrukturen im Vordergrund, die dann mehreren Programmen zugute komme.

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Alte Probleme
Neben Design und Bedienbarkeit gibt es noch andere Probleme, die seit Jahren existieren, zum Beispiel Multimediacodecs. Die heutigen Linux-Distributionen erleichtern zwar die Installation der Codecs, die nötig sind, um Multimediadateien abzuspielen. Doch nicht immer stehen alle Codecs zur Verfügung oder sie funktionieren nicht zuverlässig.

Ist das für neue Anwender nicht ein größeres Problem als das Aussehen des Desktops? Shuttleworth stimmt dem zu, denn die Nutzer steckten dann fest und wüssten nicht, wie sie weitermachen sollen. Die Arbeit mit dem Desktop lasse sich erlernen, bei Codecproblemen laute das Fazit einfach "Linux funktioniert nicht".

Proprietäre Codecs lassen sich heute prinzipiell unter Linux nutzen. Das zeigten moderne Streamingsysteme, wie sie in Hotels zu finden sind, sagt Shuttleworth. Den Linux-Distributoren würden durch Patentlizenzen und ähnliche Regeln, die die freie Verbreitung solcher Codecs verhindern, aber noch immer Grenzen gesetzt. "Es ist sehr viel Arbeit, kommerzielle Codecs anzubieten", so Shuttleworth. Es gelte also herauszufinden, wie sich Codecs so anbieten lassen, dass Linux-Nutzer sie legal verwenden dürfen. "Ich glaube, dass es noch mindestens ein Jahr dauern wird, bis die Medienwiedergabe unter Linux reibungslos funktioniert", prognostiziert der Canonical-Chef.

Neben MacOS X, das als Orientierung gelten soll, gibt es auch noch Windows. Allerdings ist Microsoft für viele Linux-Nutzer noch immer Feindbild Nummer eins. Dass Mark Shuttleworth die Beta von Windows 7 gut findet, war in der Presse zu lesen. Gegenüber Vista gebe es viele kleine Verbesserungen, das Human Interface sei sehr durchdacht und verbessere die Benutzerfreundlichkeit, sagt er.

Was macht Microsoft derzeit besser als Linux? "Microsofts Stärke liegt mehr in der Marktposition als in ihrer Fähigkeit, innovativ zu sein". Linux habe bei Innovationen sogar einen Vorteil gegenüber Microsoft, meint Shuttleworth. Nur müsse sich die Innovation in Marktanteile umwandeln lassen, um Geld zu verdienen und damit die Arbeit zu beschleunigen. Es gebe viele Innovationen - die Frage sei aber, wie sich sicherstellen lässt, dass der Linux-Desktop 2010 in jeder Version großartig ist.

Shuttleworth ist sicher, dass Canonical liefern kann, was es anpackt. "Ich wäre mir aber gern sicherer, dass das, was wir bei Cannonical tun, auch gut mit dem zusammenarbeitet, was bei Gnome und KDE, Moblin und Free Desktop passiert". Jedes Projekt arbeitet an dem, was ihm am wichtigsten ist. Das zu koordinieren sei die wahre Herausforderung.

Netbooks als Chance?
Das von Shuttleworth angesprochene Moblin ist Intels Linux-Initiative, die ursprünglich ein Linux für die sogenannten Mobile Internet Devices entwickeln wollte. Mittlerweile sind Netbooks in den Vordergrund gerückt. Die kleinen Notebooks wurden anfangs fast ausschließlich mit Linux ausgeliefert. Manch einer sah darin eine große Chance für das freie Betriebssystem, zumal Microsofts Windows offenbar nicht für diesen Einsatzbereich geschaffen war.

Shuttleworth will nun möglichst viel von der im Rahmen von Moblin geleisteten Arbeit auch in Ubuntu sehen: "Wenn Moblin 2.0 in diesem Jahr erscheint, wollen wir davon so viel wie möglich - vielleicht sogar alles - in unser Desktop- und Netbook-Erlebnis integrieren. Wir wissen noch nicht genau, wie Moblin 2.0 aussehen wird. Daher ist unser Plan derzeit, eine Desktop-, eine Netbook- und eine spezielle Moblin-Version zu veröffentlichen. In Ubuntu 9.10 soll dann so viel wie möglich von dem, was Moblin sexy macht, in unsere normale Desktopversion gelangen."

 Mark Shuttleworth: Wir sind uns selbst die größten FeindeMark Shuttleworth: Wir sind uns selbst die größten Feinde 

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Bachsau 10. Feb 2010

Ich denke wer beide Oberflächen aktiv verglichen wird, wird sehr schnell merken was KDE...

Bachsau 10. Feb 2010

Du wärst der letzte der wechselt. Weil du hier zwar Sprüche klopfen kannst, aber garnicht...

Bachsau 10. Feb 2010

Kauft euch Cedega.

Bachsau 10. Feb 2010

Und das macht es besser als bisher jede andere Distribution. Da kann ich nur sagen...

Blablablubb 01. Feb 2010

Usabilty hat aber was mit Schriftgrössenanpassung auf Bildschirmgrösse, Fokusverhalten...


Innenspur.de / 19. Feb 2009

Ubuntu muss geiler werden



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