Intel investiert 7 Milliarden Dollar in US-Fabriken
Intel-Chef Paul Otellini hat Investitionen in Höhe von 7 Milliarden US-Dollar für den Ausbau von vier Fabriken in den USA angekündigt. Das Geld soll in den kommenden zwei Jahren den Ausbau auf die 32-Nanometer-Bauweise sichern. Der Plan sei der bislang kostspieligste Vorstoß zur Modernisierung der Fertigung in der 41-jährigen Konzerngeschichte. "Wir investieren in Amerika, um Intel und unsere Nation an der Spitze der Innovationsentwicklung zu halten", sagte Otellini. Offenbar rückt für multinationale Konzerne wie Intel mit der Finanz- und Weltwirtschaftskrise die nationale Bindung wieder mehr in den Vordergrund.
Nach einer Welle des Abbaus von bis zu 6.000 Arbeitsplätzen in Penang (Malaysia) und Cavite (Philippinen) betonte Otellini nun die Sicherung von 7.000 "hochqualifizierten Arbeitsplätzen" in Intels Fabriken in Oregon, Arizona und New Mexico. In den USA beschäftigt Intel nach den Angaben 45.000 Menschen, generiert aber 75 Prozent seines Umsatzes im Ausland.
Obwohl Intel im vierten Quartal 2008 einen Gewinnrückgang um 90 Prozent hinnehmen musste, verfügte der Konzern zum Jahreswechsel über 12 Milliarden US-Dollar in bar und in Investments und generierte im letzten Jahr 11 Milliarden US-Dollar in bar aus dem Geschäftsbetrieb.
Intel-Aufsichtsratschef Craig Barrett, der im Mai 2009 aufhört, hatte über die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf Intel gesagt: "Wir haben zehn solcher Phasen durchgemacht. Ehrlich gesagt, ich glaube nicht, dass wir jemals wettbewerbsfähiger waren als heute", begründete er die antizyklische Investitionspolitik Intels.
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