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CERN: LHC-Neustart verzögert sich noch einmal

Erste Teilchenstrahlen sollen im September kreisen, erste Kollisionen im Oktober. Das europäische Kernforschungszentrum in Genf hat den Zeitplan für den Neustart des Large Hadron Collider bekanntgegeben. Danach wird der Teilchenbeschleuniger erst im September 2009 wieder in Betrieb genommen. Grund ist der Einbau weiterer Sicherheitsmechanismen.
/ Werner Pluta
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Die Teilchenphysiker müssen sich noch ein bisschen länger gedulden, bis ihr großes Spielzeug, der Large Hadron Collider (LHC), wieder in Betrieb geht: Nach dem neuen Zeitplan, den das europäische Kernforschungszentrum in Genf (CERN) bekanntgegeben hat, werden die ersten Teilchenstrahlen im September 2009 durch die 27 Kilometer lange Röhre unter dem schweizerisch-französischen Grenzgebiet geschickt. Die ersten Protonenkollisionen sind für Oktober 2009 geplant. Bleiionen sollen erst nach der Winterpause im Jahr 2010 miteinander kollidieren.

Der neue Zeitplan stelle, so das CERN, eine Verzögerung von etwa sechs Wochen gegenüber der bisherigen Planung dar, die den Neustart des LHC für Anfang Juli vorgesehen hatte. Grund für die Verzögerung ist der Einbau eines besseren Schutzes für die elektrischen Verbindungen zwischen den Magneten sowie neuer Überdruckventile. Diese Maßnahmen sollen die Auswirkungen eines Zwischenfalls, wie er im September 2008 aufgetreten war, verringern.

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Damals war wegen einer fehlerhaften elektrischen Verbindung zwischen zwei Magneten eine große Menge Helium in den Tunnel entwichen. Die supraleitenden Magnete sind ein wichtiger Bestandteil des Beschleunigers, da sie die Teilchen auf eine ringförmige Bahn lenken. Sie werden mit flüssigem Helium auf eine Temperatur von 1,9 Kelvin gekühlt. Anfang Dezember 2008 veröffentlichte das CERN erstmals Fotos der beschädigten Magnete.

Der Einbau der Ventile soll in Phasen stattfinden. In der ersten werden die bereits vorhandenen Vakuumports mit den Ventilen ausgestattet, in der zweiten Phase soll jeder Magnet weitere Überdruckventile bekommen. Während der Reparaturen in diesem Jahr sollen die Ventile in den ersten vier Sektoren installiert werden. Die Magnete in den verbleibenden vier Sektoren werden 2010 nachgerüstet.


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