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Qimonda: Verhandlungen mit chinesischem Investor (Update)

Interessent will eine Halbleiterfabrik in China aufbauen

Ein chinesischer Investor hat Interesse, den insolventen deutschen Speicherchiphersteller Qimonda zu kaufen. "Wir haben bis in den Januar hinein mit einem Investor aus einer chinesischen Provinz verhandelt", sagte Infineon-Aufsichtsratschef Max Dietrich Kley.

Nach Angaben des Qimonda-Mutterkonzerns Infineon hat ein Investor aus China Interesse am Kauf des insolventen Speicherchipherstellers. Die Insolvenz mache es leichter, einen Investor zu finden. Schulden fielen weg, die US-Fabrik in Richmond mit 1.500 Beschäftigten müsse nicht übernommen werden, sagte Infineon-Aufsichtsratschef Max Dietrich Kley der Süddeutschen Zeitung. "Ja, es gibt, wie ich höre, Hoffnung. Wir haben bis in den Januar hinein mit einem Investor aus einer chinesischen Provinz verhandelt."

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Ob es dabei um die Übernahme der Fabriken oder der Fertigungstechnologie geht, ist unklar. Der Interessent wolle eine Halbleiterfabrik in China aufbauen und verfüge über ausreichendes Kapital, so Kley. "Aber seit der Insolvenz sind wir nicht mehr in Verhandlungen eingebunden." Das obliege nun dem Insolvenzverwalter Michael Jaffé. Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) hat der Zeitschrift "Super Illu" gesagt, der Insolvenzverwalter bemühe sich derzeit, "das Unternehmen an einen Investor zu verkaufen. Das werde aber nicht der Freistaat Sachsen sein.

Qimonda hatte am 23. Januar 2009 Insolvenz angemeldet. Der Freistaat, Infineon und ein portugiesisches Kreditinstitut sollten Qimonda im Dezember 2008 insgesamt 325 Millionen Euro zur Verfügung stellen, hatte der Konzern gefordert. 150 Millionen Euro waren aus dem sächsischen Steuertopf und weitere 100 Millionen Euro aus Portugal angefragt. Doch Anfang Januar hatte die CDU-Fraktion den Nachtragshaushalt des Finanzministers blockiert. Kurz vor der Insolvenz scheiterte der Plan erneut im Landtag am Votum beider Regierungsparteien, die die Debatte von der Tagesordnung nahmen. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 13.000 Menschen.

Am 3. Februar 2009 demonstrierten 3.000 gegen die Schließung des Qimonda-Werkes Dresden. Auf einem Transparent der IG-Metall-Vertrauensleute von Qimonda und Infineon stand: "Kampf für den Erhalt aller Arbeitsplätze - gemeinsam und konzernweit.". Viele andere traten für staatliche Hilfen ein, um die Arbeitsplätze zu erhalten.

Nachtrag vom 9. Februar 2009, 13:18 Uhr:

Die Wirtschaftswoche berichtet, dass es sich bei dem chinesischen Interessenten um den Halbleiterhersteller CSMC handelt. "Die verhandeln schon seit einigen Monaten miteinander", so ein Brancheninsider. Ende vergangener Woche waren Mitarbeiter des Insolvenzverwalters sowie ein Qimonda-Team nach Hongkong geflogen, unter anderem, um mit CSMC zu sprechen.

Der Konzern wurde 1997 gegründet und hat den Firmensitz in Wuxi in der Provinz Jiangsu. In vier Fabriken würden dort Speicherchips von rund 3.000 Arbeitern gefertigt. CSMC ist eine hundertprozentige Tochter von China Resources Microelectronics. Ob die Behörden einer genehmigungspflichtigen Auslandsübernahme zustimmen, ist wegen der Wirtschaftskrise, die auch in China tiefe Spuren hinterlässt, jedoch ungewiss.


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yo Man 10. Feb 2009

... Die Chinesen werden es auch noch lernen, dass Geschäfte aus Nehmen und Geben...

Ich, wer sonst 09. Feb 2009

Deutschland fördert also indirekt mit 219 Mio. die chinesische Wirtschaft aus unseren...

Der braune Lurch 09. Feb 2009

Mein Studium wurde durch die Umstellung auf Bachelor/Master sogar etwas länger als es...

Gosef Galin 09. Feb 2009

an den Chinesen verkaufen? Dann hat das mit dem Soli auch gleich ein Ende.

blabla 09. Feb 2009

kaufen die chinesen nicht, sind die 300 arbeitsplätze sofort weg



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