Abo
  • Services:
Anzeige

Gutachter: Internetsperren bedeuten chinesische Verhältnisse

Abschied von der dezentralen Vernetzung von Computern?

Ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestags kommt zu dem Ergebnis, dass Internetsperren gegen Kinderpornografie nur mit Zensurvorrichtungen wie in China möglich wären. Der Grundgedanke der dezentralen Vernetzung von Computern müsste dafür aufgegeben werden.

Die geplanten zentralen technischen Filtersysteme bedeuteten ein großes Missbrauchspotenzial, heißt es in dem Gutachten. Aus Angst vor Geldstrafen könnten Provider auch Inhalte sperren, "die an sich unbedenklich sind". Die damit verbundene Gefahr des weiteren Abbaus demokratischer Rechte müsse "als besonders schwerwiegend angesehen werden".

Anzeige

Zudem sei die ab März geplante Sperrung ausländischer Internetseiten mit kinderpornografischen Inhalten technisch kaum umsetzbar. Mit einem "vergleichsweise geringen Aufwand" könnten Internetnutzer die blockierten Seiten trotzdem aufrufen.

Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) will im ersten Schritt die sieben größten Internetprovider des Landes vertraglich verpflichten, den Zugang sofort zu blockieren. In den folgenden Monaten soll dann das Telemediengesetz angepasst werden, um alle anderen Provider zu Sperren zu zwingen. Eine entsprechende schwarze Liste wird vom Bundeskriminalamt geführt und aktualisiert.

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hat sich gegen Internetsperren im Kampf gegen Kinderpornografie ausgesprochen.

Eine echte Blockade sei wegen der dezentralen Strukturen des Internets nicht möglich, ließe sich einfach umgehen und könnte zu Störungen im Internet führen. BVDW-Sprecher Gerd M. Fuchs verwies darauf, dass die IP-Sperrung der Plattform YouPorn durch den Accessprovider Arcor fast 3,5 Millionen Websites unerreichbar gemacht habe.

Sperrungen könnten mit dem Abschlagen eines Kopfes der Hydra verglichen werden, da an anderer Stelle zur gleichen Zeit neue Kinderporno-Websites entstünden, so Bernd Carstensen, Sprecher des Bunds Deutscher Kriminalbeamter (BDK), der den Leyen-Plan jedoch grundsätzlich befürwortet. Nötig sei vor allem, mehr Internetfahnder und Kinderporno-Ermittler der Kriminalpolizei auszubilden und einzusetzen, sagte Carstensen.

Die öffentliche Expertenbefragung des Unterausschusses Neue Medien des Bundestags findet am 12. Februar 2009 statt. Als Experten sind Friedemann Schindler (Jugendschutznet, Mainz), Dieter Frey (Rechtsanwalt, Köln), Guido Brinkel (BITKOM), Hannes Federrath (Universität Regensburg), Oliver J. Süme (Eo-Verband), Jürgen Maurer (Direktor beim Bundeskriminalamt) und die Vorsitzende der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, Elke Monssen-Engberding, geladen.


eye home zur Startseite
lamneth 04. Mär 2009

Bei den Fällen damals in Belgien, da waren ganz hohe Tiere dabei, bei denen wären diese...

blork42 09. Feb 2009

Oh, das sind ja auch ganz andere Töne. P.S. wessen Erfindung das ist, spielt keine...

Captain 09. Feb 2009

Willkommen im Mittelalter... fehlt nur noch die Hexenverbrennung...

redwolf 09. Feb 2009

Dann aber bitte um den Bundestag rummauern

redwolf 09. Feb 2009

Sorry, wollte dich nicht diffarmieren, hab nur falsch gecuttet


Mattlog / 08. Feb 2009

hep-cat.de / 07. Feb 2009

Compyblog / 07. Feb 2009

Great Firewall of Germany



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Allianz Global Benefits GmbH, Stuttgart, München
  2. über duerenhoff GmbH, Nürtingen
  3. eLearning Manufaktur GmbH, Kleve, Düsseldorf (Home-Office)
  4. über duerenhoff GmbH, München


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 129,99€ (219,98€ für zwei)
  2. 59,90€

Folgen Sie uns
       


  1. VBB Fahrcard

    E-Ticket-Kontrolle am Prüfgerät wird in Berlin zur Pflicht

  2. Glasfaser

    M-net schließt weitere 75.000 Haushalte an

  3. Pwned Passwords

    Troy Hunt veröffentlicht eine halbe Milliarde Passworthashes

  4. Smach Z

    PC-Handheld nutzt Ryzen V1000

  5. Staatstrojaner und Quick-Freeze

    Österreich verschärft frühere Überwachungspläne

  6. Allensbach-Studie

    Altersvorsorge selbständiger IT-Experten ist sehr solide

  7. Maschinelles Lernen

    Biometrisches Captcha nutzt Sprache und Bild

  8. Gigabit

    Swisscom führt neue Mobilfunkgeneration 5G schon 2018 ein

  9. Bpfilter

    Linux-Kernel könnte weitere Firewall-Technik bekommen

  10. Media Broadcast

    Freenet TV kommt auch über Satellit



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Star Trek Discovery: Die verflixte 13. Folge
Star Trek Discovery
Die verflixte 13. Folge
  1. Star Trek Bridge Crew Sternenflotte verlässt Holodeck

Materialforschung: Stanen - ein neues Wundermaterial?
Materialforschung
Stanen - ein neues Wundermaterial?
  1. Colorfab 3D-gedruckte Objekte erhalten neue Farbgestaltung
  2. Umwelt China baut 100-Meter-Turm für die Luftreinigung
  3. Crayfis Smartphones sollen kosmische Strahlung erfassen

Samsung C27HG70 im Test: Der 144-Hz-HDR-Quantum-Dot-Monitor
Samsung C27HG70 im Test
Der 144-Hz-HDR-Quantum-Dot-Monitor
  1. Volumendisplay US-Forscher lassen Projektion schweben wie in Star Wars
  2. Sieben Touchscreens Nissan Xmotion verwendet Koi als virtuellen Assistenten
  3. CJ791 Samsung stellt gekrümmten Thunderbolt-3-Monitor vor

  1. Re: Was ist mit Salt?

    mambokurt | 21:57

  2. wir haben den APL auch seit einiger Zeit im Haus

    Kunze | 21:55

  3. Re: Netzabdeckung Norwegen

    RipClaw | 21:53

  4. Re: Es wird Zeit für WC4

    Cok3.Zer0 | 21:48

  5. Re: Und ich habe heute erfahren...

    RipClaw | 21:47


  1. 18:21

  2. 18:09

  3. 18:00

  4. 17:45

  5. 17:37

  6. 17:02

  7. 16:25

  8. 16:15


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel