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IT-Verband kritisiert Ausrichtung des Konjunkturpakets

Bitkom fordert Bildungsinvestitionen in die Köpfe, nicht in Gebäude. Das Konjunkturpaket II der Bundesregierung droht ein Bauprogramm zu werden, bei dem nur wenige Investitionen in eine bessere Ausbildung fließen. Das befürchtet der Branchenverband Bitkom, der die starke Ausrichtung der Bundeshilfen auf Gebäudesanierung kritisiert.
/ Andreas Donath
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Die geplanten Bildungsinvestitionen des Konjunkturpaketes II sollten nicht zu sehr auf die Sanierung von Schulen und Hochschulen ausgerichtet werden, meint der Bitkom. "Wir halten es für wichtig, dass die Mittel auch in schnelle Internetverbindungen, Computer, E-Learning-Software und eine bessere Betreuung an Schulen und Hochschulen fließen" , sagte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer der Wirtschaftswoche.

Scheer fürchtet, dass die Bundesregierung nichts aus den Fehlern des Aufbaus Ost gelernt hat. "Damals hatte die Regierung zu stark in Straßen und Gebäude investiert." Eine stärkere Ausrichtung des Konjunkturpakets auf den Ausbau von Internetverbindungen und den Einsatz von Bildungssoftware würde die mittelständische IT-Wirtschaft beflügeln, erwartet der Verband. "Die deutsche IT-Branche ist sehr mittelständisch geprägt. Sie zählt mehr als 50.000 Unternehmen. Sie würden Aufträge erhalten, wenn in Schulen und Hochschulen neue Netzwerke aufgebaut und Software installiert wird."

Durch staatlich subventionierte und beschleunigte Gebäudesanierungen würden vor allem Handwerker und die Baubranche vom Konjunkturpaket der Bundesregierung profitieren. Im Vergleich zur IT-Branche sind Handwerksunternehmen im Deutschland überwiegend Kleinunternehmen(öffnet im neuen Fenster) . Der durchschnittliche Handwerksbetrieb hat 7,6 Beschäftigte. In der Gesamtwirtschaft ist die Betriebsgröße doppelt so groß.


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