Leseschwäche bei britischen Ausweisen

Lesegeräte für Biometriechips derzeit nicht auf dem Markt erhältlich

Die britischen Behörden statten ihre Bürger mit Ausweisen aus, auf denen biometrische Merkmale gespeichert sind. Geräte, die die Daten aus den Chips auslesen können, gibt es allerdings derzeit nicht.

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Großbritannien hat damit begonnen, Personalausweise an seine Bürger auszugeben, die über einen Chip verfügen, auf dem ein Scan des Gesichts und die Fingerabdrücke gespeichert sind. Mit Hilfe eines Lesegerätes soll die Identität des Ausweisinhabers schnell überprüfbar sein, so die Idee.

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Derzeit gibt es jedoch keine Geräte, die die auf dem Chip gespeicherten Daten auslesen können, erfuhr der Branchendienst Silicon.com vom Identity and Passport Service (IPS). Polizisten und Grenzbeamte müssen also kontrollierte Personen weiterhin auf herkömmliche Weise am Foto erkennen.

Britische Politiker hatten vor der Einführung der umstrittenen Ausweise immer wieder betont, dass die auf dem Chip gespeicherten biometrischen Merkmale ein wichtiger Teil des Konzeptes seien, da der Fingerabdruck im Ausweis seinen Inhaber eindeutig identifiziere. Da der Fingerabdruck anders als das Bild nur auf dem Chip gespeichert ist, gibt es für die Beamten derzeit keine Möglichkeit, an diese Daten heranzukommen.

Laut Meg Hillier, Staatssekretärin des Innenministeriums, sind die Geräte derzeit nicht erhältlich. Wann sie auf den Markt kommen werden, hänge auch davon ab, wie wirtschaftlich die Herstellung ist. Die Produzenten müssten entscheiden, ob es sich lohne, die notwendigen Maschinen zu bauen.

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Entsprechend gibt es laut Hillier auch noch keinen festen Zeitplan für die Einführung der Geräte. Die Grenzstationen sollen nach und nach damit ausgestattet werden. Die Polizeieinheiten hingegen müssten selbst entscheiden, wann sie ein solches Gerät anschaffen wollen.

Die Entwicklung und Einführung der biometrischen Ausweise kostet 4,7 Milliarden Pfund, derzeit rund 5,4 Milliarden Euro. Den Bürger kostet der Ausweis 30 Pfund, etwa 34 Euro.

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