Mehr Platz für Core i7: Intel räumt die Produktpalette auf

QX9770 und QX9650 abgekündigt

Die beiden schnellsten Prozessoren der Serie "Core 2" werden zum Auslaufmodell. Intel nimmt nur noch bis zum 5. Juni 2009 Bestellungen für die Modelle QX9770 und QX9650 an, danach verschwinden sie aus dem Angebot. Damit soll Platz für den Core i7 geschaffen werden.

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Seit dem Erscheinen des Core i7 Mitte November 2008 mit dem schnellsten Modell 965 ist das Preisgefüge von Intels High-End-Prozessoren durcheinander. Der QX9775 (3,2 GHz), der nur in der raren Dual-Socket-Plattform Skulltrail läuft, kostet für OEMs 1.499 US-Dollar, der Core i7 965 (3,2 GHz) aber 999 US-Dollar. Zum gleichen Preis wie der Skulltrail-Prozessor war bis vor kurzem auch der QX9770 (3,2 GHz) zu haben, der in vergleichsweise günstige LGA775-Boards passt.

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Jener QX9770 ist aber schon in der Preisliste vom 18. Januar 2009 (PDF) nicht mehr aufgeführt. In einer für PC-Hersteller und Wiederverkäufer gedachten "Product Change Notification" (PDF) hat Intel nun erklärt, warum das so ist: Der Prozessor ist abgekündigt. Das gilt ebenfalls für den QX9650 (3,0 GHz), der ebenfalls in der letzten Preisliste fehlt.

Intel erklärt das in diesem PDF wie folgt: "Die Nachfrage des Marktes nach den Core-2-Extreme-Prozessoren QX9650 und QX9770 hat sich auf andere Intel-Prozessoren verlagert." Böse Zungen könnten aber auch behaupten, dass Intel selbst die Nachfrage in Richtung des Core i7 verlagern will, denn dafür sind neue Mainboards mit dem Intel-Chipsatz X58 nötig - die beiden QX-Prozessoren passen in bestehende LGA775-Boards.

Für den QX9770 ist dafür aber ein effektiver FSB-Takt von 1.600 MHz nötig, was nicht alle Mainboards offiziell erreichen. Sogar manche günstige Boards mit dem Chipsatz P35 und neueren Bausteinen unterstützen den QX9770 ohne manuelle Übertaktung, beispielsweise das P5K Pro von Asus.

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Der Q9650 (3,0 GHz) bleibt als nun schnellster Core-2-Prozessor für den Sockel LGA775 im Programm. Vom Modell mit dem "X" in der Modellnummer unterscheidet ihn nur ein fester Multiplikator, so dass der Q9650 sich nicht so leicht wie ein QX9650 übertakten lässt. Einen Prozessor für den Sockel LGA775 mit frei einstellbarem Multiplikator bietet Intel damit nicht mehr an. Die Botschaft ist recht klar: Wer viel an den Taktfrequenzen spielen will, soll sich einen Core i7 965 kaufen.

Konsequent ist Intels Bereinigung der Produktpalette aber dennoch, soll es doch seit der Einführung der "Extreme Editions" Mitte 2003 in jeder Prozessorserie nur jeweils ein extremes Modell geben. Ob allerdings der verbleibende QX9775 noch lange angeboten wird, ist ungewiss. Wenige Hoffnungen machen muss man sich damit aber auch auf die bisher vermuteten Preissenkungen, die der Vorstellung des bereits gesichteten Core i7 975 (3,33 GHz) folgen sollten.

Noch bis zum 5. Juni 2009 können die beiden gestrichenen Extreme-Prozessoren bestellt werden, schon ab dem 3. April 2009 sind die Orders aber nicht mehr widerrufbar. Ausgeliefert werden QX9770 und QX9650 bis zum 2. Februar 2010. Die lange Frist liegt an den langfristigen Verträgen, die vor allem größere PC-Hersteller für feste Kontingente mit Intel geschlossen haben.

Mit den gleichen Bestellfristen, aber einer Lieferung bis zum 7. August 2010 ist der Core 2 Duo E8300 (2,83 GHz) versehen, der ebenfalls gestrichen wird. Das gilt auch für den Celeron E1200 (1,6 GHz).

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