MySQL-Gründer Michael Widenius verlässt Sun
Bereits im September 2008 gab es Gerüchte, Widenius werde Sun verlassen . Widenius gründete einst zusammen mit Kollegen MySQL, das Sun Anfang 2008 für 1 Milliarde US-Dollar übernommen hat. Er war maßgeblich an der Entwicklung der Software beteiligt.
Ganz haltlos waren die Gerüchte nicht, wie Widenius jetzt bestätigt. Er habe Suns Management damals mitgeteilt, dass er Sun umgehend verlassen werde, als MySQL 5.1 kurz vor der Veröffentlichung stand, aber keineswegs seinen Qualitätskriterien entsprach. Widenius hatte später öffentlich vor dem Einsatz der Software gewarnt .
Damals kehrte er Sun nicht den Rücken, sondern wollte dem Unternehmen eine zweite Chance geben und sich einbringen. Doch die Veränderungen waren Widenius zu langsam und er einigte sich mit Sun darauf, dass er seine Ziele vermutlich eher außerhalb von Sun erreichen kann. Man trennte sich letztendlich im Guten und will auch künftig zusammenarbeiten, so Widenius.
So gründete Widenius mit Monty Program eine neue Firma, die mit zehn bis 30 Mitarbeitern, die sich alle am Unternehmen beteiligen können, in familiärer Atmosphäre zusammenarbeiten sollen. Einige Entwickler werden daher zusammen mit Widenius zu seiner neuen Firma wechseln, vor allem solche aus dem Maria-Team, das unter Leitung von Widenius eine neue Storage-Engine für MySQL entwickelt.
Die Entwicklung von Maria soll dabei offener werden. Zudem werden Patches für MySQL in einem eigenen Entwicklerzweig gesammelt, mit dem Ziel, diese in den offiziellen Code einzubringen. Zudem bietet sich Monty Program an, im Auftrag Dritter Fehler in MySQL zu beseitigen.
Widenius will darüber hinaus neue Unternehmen im Open-Source-Bereich finanzieren.
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