Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Breitband in Deutschland ist DSL-Domäne

Trotz hoher Wachstumsraten bleibt Internet über Fernsehkabel die Ausnahme. Breitbandzugänge in Deutschland bleiben die Domäne der Telekommunikationsanbieter, die ihren Kunden schnelles Internet über DSL anbieten. Internet über Fernsehkabel, Satellit oder Stromkabel ist weiterhin unüblich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Deutsche Bank Research, dem Thinktank der Deutschen Bank.
/ Werner Pluta
68 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Über 90 Prozent der schnellen Internetzugänge in Deutschland basieren auf DSL. Internet über Fernsehkabel macht nur 5 Prozent der Breitbandanschlüsse aus. Andere Techniken seien noch weniger verbreitet. Damit unterscheidet sich Deutschland von Ländern wie der Schweiz oder den USA, wo der Anteil alternativer Breitbandtechniken deutlich höher sei.

Grund dafür, dass das Fernsehkabel für den Internetzugang kaum genutzt werde, sei die in den 80er Jahren politisch durchgesetzte Aufteilung des deutschen Fernsehkabelnetzes in vier hierarchische Ebenen. Das behindere bis heute eine erweiterte Nutzung des Fernsehkabels. Immerhin wuchs die Zahl der Breitbandanschlüsse per Fernsehkabel zwischen 2005 und 2008 pro Jahr um rund 130 Prozent.

Die Studie(öffnet im neuen Fenster) empfiehlt angesichts der DSL-Dominanz, den Ausbau des Breitbandnetzes nicht auf eine Technik zu beschränken. Gegenwärtige Ansätze seitens Politik und Wirtschaft ließen jedoch "auf neue Impulse in der deutschen Breitbandlandschaft hoffen" .


Relevante Themen