Roboterhersteller Ugobe in wirtschaftlichen Schwierigkeiten
Ende 2007 war Pleo, der robotische Kuscheldinosaurier, noch der Renner im US-Weihnachtsgeschäft. Gut ein Jahr später steckt Hersteller Ugobe tief in der Krise, berichtet das Blog Gadget Lab(öffnet im neuen Fenster) des US-Branchendienstes Wired.
Ugobe-COO Doug Swanson beteuerte zwar gegenüber Wired, dass das Unternehmen "weiterhin besteht". Doch es hat Federn gelassen. So ist die Zahl der Mitarbeiter um gut die Hälfte auf 20 geschrumpft. Die arbeiten auch nicht mehr am ehemaligen Sitz des Unternehmens im kalifornischen Emeryville, sondern im ehemaligen Zweitsitz in Boise im US-Bundesstaat Idaho.
Im letzten Jahr hat eine Reihe hochrangiger Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. So hat das Unternehmen seit Juli 2008 bereits den dritten Chef. Ende 2008 legte der gesamte Aufsichtsrat sein Amt nieder. Nicht mehr dabei ist der ehemalige Vertriebschef Martin Hitch, mit dem Golem.de anlässlich der Einführung des Pleo in Deutschland gesprochen hatte.
Trotz der finanziellen Schwierigkeiten – wegen der Bankenkrise war es Ugobe nicht gelungen, dringend benötigtes Geld zu beschaffen – zeigte sich Swanson im Gespräch mit Wired optimistisch: "Wir leben nicht nur, wir sind auch sehr beschäftigt", sagte er. Konkret bedeutet das, dass Ugobe 2009 nicht nur eine nicht näher konkretisierte Aktualisierung für den Pleo, sondern auch ein neues Produkt herausbringen will.
Insgesamt hat Ugobe rund 100.000 Pleos verkauft. 60 Prozent gingen in Europa über die Ladentische, 30 Prozent wurden in Asien, der Rest in Nordamerika abgesetzt.

