Panasonic streicht 15.000 Stellen und schließt 27 Fabriken
Panasonic hat im letzten Quartal 2008 einen Verlust von 63,1 Milliarden Yen (547,3 Millionen Euro) erwirtschaftet. Auch der operative Gewinn und der Umsatz des Weltmarktführers brachen ein. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres stand noch ein Gewinn von 115,2 Milliarden Yen (998,5 Millionen Euro) unter den Bilanzen.
Die Analysten hatten mit 116 Milliarden Yen (1 Milliarde Euro) einen etwas höheren Quartalsverlust erwartet. Auch der operative Gewinn sank um 84 Prozent auf 26,4 Milliarden Yen. Der Umsatz fiel um 20 Prozent auf 1,88 Billionen Yen (16,32 Milliarden Euro).
Das Unternehmen mit Hauptsitz in Osaka erwartet nun einen Nettoverlust von 380 Milliarden Yen, bisher wurde ein Gewinn von 30 Milliarden Yen prognostiziert.
"Wir müssen uns schneller erholen als die anderen", sagte Finanzchef Makoto Uenoyama. Die Umsatzprognose von 10 Billionen für das nächste Geschäftsjahr erhielt Uenoyama jedoch aufrecht. "Wir halten die Vorgabe, es wird aber schwierig", sagte er. Noch vor einem Monat hatte Panasonic für 6,9 Milliarden Euro die Kontrollmehrheit an Sanyo Electric übernommen. Von diesem Plan gebe es kein Zurück, sagte Uenoyama.
Der Abbau der 15.000 Arbeitsplätze soll bis März 2010 abgeschlossen sein. 27 Fabriken, davon 13 in Japan, machen sofort dicht. Weitere Schließungen sollen folgen. Die Gehälter der Führungskräfte setzt Panasonic um 10 bis 20 Prozent herab. Ende 2008 hatte Panasonic 307.444 Beschäftigte.