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Finanzkrise trifft Tesla

Unternehmenssitz bleibt in San Carlos. Wegen der angespannten Lage auf dem Finanzmarkt ist es Tesla Motors nicht gelungen, die nötige Finanzierung für den Neubau der Firmenzentrale und einer Produktionsstätte aufzubringen. Der Hauptsitz bleibt deshalb in San Carlos. Zwei Fabriken sollen in leerstehende Industriebauten ziehen.
/ Werner Pluta
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Der US-Elektroautobauer Tesla hat den Umzug seines Firmensitzes vorerst abgesagt, berichten mehrere US-Medien. Das Unternehmen hatte im September 2008 angekündigt, einen neuen Stammsitz in San Jose zu errichten. Am neuen Sitz sollte auch eine Produktionsstätte für das neue Modell, einen Pkw, entstehen.

Von diesen Plänen hat sich Tesla jetzt verabschiedet. Grund ist die fehlende Finanzierung: Das Unternehmen wollte für den Umzug Risikokapital in Höhe von 100 Millionen US-Dollar einwerben. Man habe sich jedoch entschlossen, diese Strategie nicht weiter zu verfolgen, weil die Situation in der Risikokapitalbranche derzeit "so angespannt und schwierig" sei, sagte Unternehmenssprecherin Rachel Konrad der Zeitung Silicon Valley/ San Jose Business Journal(öffnet im neuen Fenster) .

Stattdessen hat Tesla zwei Kredite im Rahmen des staatlichen Advanced Technology Vehicle Manufacturing Program beantragt. Der eine der niedrig verzinsten Kredite in Höhe von 250 Millionen US-Dollar soll für den Bau der Fabrik des Model S, auch Projekt White Star genannt , verwandt werden. Mit dem zweiten Kredit, 150 Millionen US-Dollar, will Tesla eine Produktionsstätte für Akkus und den Antriebsstrang einrichten.

Hierbei wird es sich voraussichtlich nicht um Neubauten handeln, da die Priorität des US-Energieministeriums bei der Vergabe der Kredite eher auf der Sanierung alter Industriegebäude liegt. Tesla verhandelt nach eigenen Angaben schon über eine Reihe von Objekten im ganzen Bundesstaat Kalifornien, darunter ehemalige Werkshallen der Luftfahrtindustrie im Süden Kaliforniens und leerstehende Chipproduktionsstätten im Silicon Valley.

Ob und wann Tesla seinen Stammsitz in San Carlos verlassen wird, sei nicht klar, zitierte die San Jose Mercury News(öffnet im neuen Fenster) Unternehmenssprecherin Konrad.


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