Seagate-Firmware für RAID-Festplatten ES.2 veröffentlicht
Wie mehrfach berichtet, können nahezu alle 3,5-Zoll-Festplatten, die Seagate in den Serien Barracuda 7200.11, Barracuda 7200.ES.2 und DiamondMax22 (letztere Serie wurde mit Maxtor aufgekauft) in den letzten zwei Jahren verkauft hat, spontan den Betrieb einstellen. Dazu müssen jedoch recht komplexe Bedingungen zusammenkommen, laut Seagate ist nur eine sehr geringe Zahl der Festplatten überhaupt davon betroffen.
Für die meisten dieser Laufwerke hatte Seagate nach und nach Firmwareupdates zur Verfügung gestellt, die Benutzer selbst vornehmen können – davor ist jedoch ein Backup aller Daten der Festplatte unbedingt ratsam. Für die Serie ES.2, die Seagate für den RAID-Betrieb empfiehlt, gab es die Updates aber bisher nur auf Anfrage.
In der Nacht zum Dienstag, dem 3. Februar 2009, hat Seagate nun die Kunden, die nach dem Update per Mail gefragt hatten, auf eine neue Supportseite seiner Knowledge Base hingewiesen. Dort stehen die Updates zum direkten Download(öffnet im neuen Fenster). An gleicher Stelle weist Seagate aber darauf hin, dass das für in ein RAID eingebundene Festplatten nicht ganz einfach werden kann.
Im Prinzip soll mit dem Vorgang kein Datenverlust verbunden sein – einige RAID-Adapter, so Seagate, könnten den Verbund der Festplatten nach dem Update nicht mehr erkennen. Ein Backup ist vor dem Prozess also unerlässlich, danach muss das RAID neu aufgesetzt werden, wenn der Adapter die Laufwerke nicht mehr als Verbund erkennt.
Nicht betroffen sind ES.2-Laufwerke für SATA, deren Firmwareversion SN06 oder SN16 lautet. Auch bei den Festplatten für SAS oder FC gibt es Geräte, die kein Update benötigen, die finden sich in der Screenshot-Galerie dieser Meldung. Betroffene SAS- oder FC-Festplatten will Seagate nach einem Kontakt mit dem Support über die bereits bekannten Kanäle selbst aktualisieren.