Supercomputer "Sequoia": 20 Petaflops mit 1,6 Mio. Kernen

IBM-Maschine soll 2012 fertig sein

Die US-Regierung hat bei IBM zwei neue Supercomputer bestellt. Während die kleinere Maschine namens "Dawn" der Erforschung von künftigen HPC-Designs dient, soll "Sequoia" neue Rekorde setzen und in drei Jahren die gegenwärtige Rechenleistung eines Supercomputers verfünfzehnfachen.

Artikel veröffentlicht am ,

Erst seit knapp einem Jahr gibt es mit "Roadrunner" (IBM) und "Jaguar" (Cray) die ersten Supercomputer, die über eine Billiarde Gleitkommaoperationen pro Sekunde ausführen können (1 Petaflops), da legt IBM schon kräftig nach. Für die "National Nuclear Security Administration" (NNSA) soll IBM zwei neue Supercomputer aufbauen. Die Behörde, die dem US-Energieministerium unterstellt ist, kümmert sich um die sichere Lagerung und die Einsatzbereitschaft des Atomwaffenarsenals der USA. Aber auch zivile Aufgaben wie Klimaforschung, Genomentschlüsselung und Astronomie sollen die neuen Rechner wahrnehmen.

Stellenmarkt
  1. IT-Retail Spezialist (m/w/d)
    dennree GmbH, Töpen (Raum Hof / Oberfranken), Großostheim, Garching bei München, Berlin
  2. IT Specialist Cloud Smart Services (w/m/d)
    TRUMPF Laser GmbH, Schramberg
Detailsuche

Dafür wird noch in der ersten Jahreshälfte im kalifornischen Livermore der Rechner "Dawn" aufgebaut, der sofort 500 Teraflops erreichen soll. Er basiert auf dem Design "BlueGene", mit dem auch der Top500-Spitzenreiter Roadrunner aufgebaut ist. Dawn soll vor allem dem Probebetrieb von sehr schnellen Supercomputern am "Lawrence Livermore National Laboratory" dienen. Die für Sequoia geplante Software soll darauf entwickelt werden.

Bis zum Jahr 2011 soll Sequoia aufgebaut werden, den Regelbetrieb soll der neue Rechner 2012 aufnehmen. IBM rechnet mit einer maximalen Rechenleistung von 20 Petaflops, was mehr ist, als die 500 schnellsten Supercomputer der Welt derzeit zusammen erreichen.

Laut IBM werden dafür Power-Prozessoren mit knapp 1,6 Millionen Kernen und 1,6 Terabyte RAM benötigt. Den direkten Angaben des Herstellers zufolge soll diese Hardware aber in nur 96 Racks Platz finden, die nur rund 318 Quadratmeter belegen. Die gesamte Vernetzung soll per Glasfaser erfolgen - vermutlich auch innerhalb der Racks, die Mainboards dürften weiterhin mit elektrischen Verbindungen arbeiten.

Golem Akademie
  1. LDAP Identitätsmanagement Fundamentals: virtueller Drei-Tage-Workshop
    , Virtuell
  2. Cloud Computing mit Amazon Web Services (AWS): virtueller Drei-Tage-Workshop
    14.–16. Februar 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Die sehr hohe Dichte der Rechenleistung hat IBM dem US-Magazin EETimes näher erklärt. IBM setzt auf vergleichsweise gering getaktete Prozessoren, packt aber sehr viele der Kerne in ein Rack. Die CPUs sollen eine modifizierte Version des PowerPC 450 sein und nur mit 850 Megahertz laufen. Da sie zudem noch in 45 Nanometern Strukturbreite gefertigt sind, sollen sie sehr energieeffizient sein. Vier Kerne stecken in einem Prozessorgehäuse und 4096 dieser Packages in einem der 96 Racks. So ergeben sich 1.572.864 Kerne für den gesamten Sequoia.

Die sparsamen Kerne in hoher Anzahl sollen sich vor allem durch Energieeffizienz auszeichnen. Obwohl genaue Angaben zur Leistungsaufnahme der Anlage noch nicht vorliegen, gab das Livermore Lab gegenüber EETimes an, dass der Rechner bei höherer Rechenleistung weniger als die Hälfte an Energie des nächstbesseren Angebots verbrauchen soll.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


ThadMiller 04. Feb 2009

Das "un" muss dann aber weg...

deine mama alder 04. Feb 2009

valables.....naja die können besser Rechnen als du deutschen kannst.

:( 04. Feb 2009

Naja man kann leider nur das Wasserstoffatom "anlytisch exakt" berechnen. Naja und der...

Pirke 03. Feb 2009

und real nicht annähernd so Leistungsfähig... (Äpfel != Birnen usw. du verstehst...

Pirke 03. Feb 2009

Der Artikel ist trotzdem noch falsch "Er basiert auf dem Design "BlueGene", mit dem auch...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
3D-Druck-Messe Formnext 2021
Raus aus der Nische

3D-Druck wird immer schneller, schöner und effizienter. Die Technologie ist dabei, die Produktion zu revolutionieren und in unseren Alltag einzuziehen.
Ein Bericht von Elias Dinter

3D-Druck-Messe Formnext 2021: Raus aus der Nische
Artikel
  1. K|Lens One: Erstes Lichtfeldobjektiv für Spiegelreflexkameras entwickelt
    K|Lens One
    Erstes Lichtfeldobjektiv für Spiegelreflexkameras entwickelt

    Das Spin-off eines Max-Planck-Instituts hat ein Lichtfeldobjektiv für herkömmliche DSLRs entwickelt. Auf Kickstarter kann es unterstützt werden.

  2. Zu wenig Triebwerke: Musk warnt vor SpaceX-Pleite
    Zu wenig Triebwerke
    Musk warnt vor SpaceX-Pleite

    Elon Musk sieht sich der nächsten "Produktionshölle" ausgesetzt. Diese Mal stockt die Fertigung im Raumfahrtunternehmen SpaceX.

  3. KI sagt Bundeswehr das Weltraumwetter voraus
     
    KI sagt Bundeswehr das Weltraumwetter voraus

    Viele Firmen haben längst den Nutzen künstlicher Intelligenz (KI) für ihre Geschäftsmodelle erkannt. Wie die Bundeswehr KI wirksam einsetzen könnte, erprobt sie mit der BWI als Digitalisierungspartner.
    Sponsored Post von BWI

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Crucial-SSDs zu Bestpreisen • Nur noch heute: Bis zu 75% auf Switch-Spiele • Gaming-Sale bei MM • G.Skill 64GB Kit 3800MHz 319€ • Bis zu 300€ Direktabzug auf TVs, Laptops uvm. • WD MyBook ext. HDD 18TB 329€ • Alternate (u. a. Biostar Mainboard 64,90€) • Xbox Series S 275,99€ [Werbung]
    •  /