US-Hacker kopiert unbemerkt RFID-Ausweise
Mit einfachen Mitteln ist es dem US-Hacker Chris Paget gelungen, RFID-Ausweise von US-Bürgern unbemerkt zu kopieren. Dafür genügte Hardware im Wert von 250 US-Dollar, die Paget auf der Auktionsplattform eBay ersteigert hatte, berichtet The Register(öffnet im neuen Fenster).
Mit der Hardware erreichte Paget eine Reichweite von rund 9 Metern. Mit weiteren Verbesserungen sollen sogar 1,6 Kilometer möglich sein. Die Hardware bestand aus dem Lesegerät Symbol XR400 RFID, einer Motorola-AN400-Antenne und einem Notebook. Paget platzierte sie in einem Auto und nutzte sie, um in San Francisco 20 Minuten lang nach Personalausweisen oder Führerscheinen mit RFID-Tags zu suchen. Pagets Angaben zufolge gelang es, die Daten von zwei Ausweisen auszulesen und zu kopieren. Die betroffenen Inhaber bemerkten von dem Kopiervorgang nichts.
Video: Chris Paget unterwegs mit dem RFID-Kopierer |
Ziel der Machbarkeitsstudie ist, die Öffentlichkeit auf die Sicherheitsprobleme aufmerksam zu machen, die hinter der RFID-Technik stecken. Außerdem hofft Paget, Verwaltungen dazu zu bewegen, auf die Technik zu verzichten.
Der Quellcode des Windows-Programms, das den RFID-Leser ansteuert und den Kopiervorgang startet, will Paget im Rahmen der Hackerkonferenz ShmooCon 2009(öffnet im neuen Fenster) veröffentlichen. Die Konferenz soll vom 6. bis zum 8. Februar 2009 in Washington DC in den USA stattfinden.
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