Standards für Werbung in Downloadinhalten
Die Association for Downloadable Media (ADM) will die Grundlagen für eine Monetarisierung von Downloadinhalten schaffen. Bislang existieren praktisch keine Standards zur Reichweitenmessung, die aber für Werbekunden wichtig sind. In einem ersten Schritt haben sich einige ADM-Mitglieder auf Werbeformate und Methoden zur Reichweitenmessung von Downloadinhalten verständigt, denn auch einheitliche Werbeformate sind elementar, um dem Markt zu Wachstum zu verhelfen.
Festgelegt wurden unter anderem die Standardwerbemittel Pre-, Mid- und Post-Roll sowie Product-Placement in Sendungen und Empfehlungen durch Moderatoren. Insgesamt wurden 25 Werbeformen(öffnet im neuen Fenster) festgelegt.
Die Reichweitenmessung bei Downloadinhalten ist besonders schwierig, die üblichen Messmethoen im Onlinebereich greifen hier nicht. Die ADM-Standards sehen zwei Methoden vor(öffnet im neuen Fenster): Native Server Measurement (NSM) und Third Party Measurement (TPM).
Bei NSM werden die Logfile-Daten der Anbieter herangezogen, um die Zahl der Downloads und deren Umfang zu messen. So kann auch festgestellt werden, ob Downloads vorzeitig abgebrochen werden. Ähnlich funktioniert TPM, allerdings werden die Downloadanfragen hier von einem unabhängigen Server gezählt, der sie dann an den eigentlichen Downloadserver weiterreicht. Der Umfang des Downloads lässt sich dabei allerdings nicht direkt zählen, sondern bestenfalls aus mehreren Downloadanfragen für Teilstücke einer Datei abschätzen.
Nicht alle ADM-Mitglieder unterstützen die vereinbarten Standards. So ist Apple, mit iTunes eines der Schwergewichte im Podcast-Bereich, im ADM-Boards vertreten, hat bislang aber keine Unterstützung der dort verabredeten Standards angekündigt.


