Weltweiter Halbleiterabsatz bricht um 22 Prozent ein
Die Halbleiterhersteller sind von den weltweiten wirtschaftlichen Turbulenzen stark betroffen. Wie die Branchenorganisation SIA mitteilte, fiel der Umsatz im Dezember 2008 im Jahresvergleich von 22,3 Milliarden US-Dollar auf 17,4 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Rückgang um 22 Prozent.
Im Gesamtjahr 2008 gab der Umsatz von 255,6 Milliarden um 2,8 Prozent auf 248,6 Milliarden US-Dollar nach. Damit verzeichnen die Hersteller den ersten Umsatzrückgang im Jahresvergleich seit der Krise 2001. Gegenüber dem Vormonat November 2008 sank der Umsatz im Dezember ebenfalls um 16,6 Prozent.
"Die globale Weltwirtschaftskrise hat den Halbleiterumsatz im Jahresendquartal stark gedämpft, und das in einem normalerweise für die Branchen starken Zeitabschnitt", so SIA-Chef George Scalise. Die Nachfrage habe quer durch alle Bereiche nachgelassen. Schwächer war die Nachfrage der Hersteller von Automobilen, PCs, Mobiltelefonen und von Informationstechnologie für Unternehmen. "Damit sind fast alle Halbleiter-Produktgruppen betroffen", sagte Scalise. Die stärksten Rückgänge habe es im Bereich Speicherchips gegeben. Hier fraßen fallenden Produktpreise die steigenden Einnahmen durch die Zunahme der Bestellungen wieder auf. Der Endnutzermarkt decke 50 Prozent der Produkte der Halbleiterproduzenten ab, so der Verbandschef weiter.
Zum Ende des letzten Jahres haben sich Lage und Perspektiven des deutschen Halbleitermarktes weiter eingetrübt, meldet auch der deutsche Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI). Der Umsatz mit Halbleitern in Deutschland lag im Dezember 2008 auf Dollarbasis um 19 Prozent unter dem des Vormonats. Gegenüber dem entsprechenden Monat im Vorjahr sank der Umsatz im Dezember 2008 sogar um 34 Prozent.