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USK-Bilanz: 1,4 Prozent aller Spiele ohne Altersfreigabe

Jugenschutzbehörde legt Bilanz über eingereichte und freigegebene Spiele vor. Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat 2008 genau 2.960 Computer- und Videospiele getestet. Die Jugendschützer bestätigen in ihrer Bilanz einige Markttrends, zum Beispiel den zu mehr Casual- und Konsolentiteln und zu weniger Programmen für PC.
/ Peter Steinlechner
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40 von 2.960 eingereichten Spielen haben 2008 von der USK keine Freigabe bekommen – das sind rund 1,4 Prozent aller Titel. Das prominenteste Opfer der Jugendschützer ist wohl Gears of War 2, das Microsoft aufgrund der USK-Einstufung hierzulande nicht veröffentlicht hat. Immerhin ist der Anteil der aus Jugendschutzsicht problematischen Spiele gesunken: Im Jahr 2007 hatte die USK noch die Kennzeichnung von 1,5 Prozent aller eingereichten Spiele verweigert. Der Anteil von Titeln ab 18 lag 2008 bei 5,2 Prozent (Vorjahr: 5,3) und der Anteil der Spiele ab 16 ist von 12,6 Prozent auf 10,8 Prozent gesunken.

48,6 Prozent aller eingereichten Spiele hat die USK ganz ohne Altersbeschränkung freigegeben. 2007 lag der Anteil dieser kindgerechten Titel bei 44 Prozent. Der gelbe Aufkleber ab sechs Jahre war 2008 auf 14,5 Prozent aller Spiele zu finden (2007: 16,1) und der grüne Sticker ab zwölf Jahre prangte auf 19,5 Prozent aller hierzulande veröffentlichten Spiele – im Jahr zuvor hatte der Wert noch einen Prozentpunkt höher gelegen.

Auffällig ist der gestiegene Anteil von Casualtiteln – also der Gedächtnistrainer, Musik-, Tanz- und Quizspiele. Ihr Anteil an den geprüften Werken liegt inzwischen bei 8,4 Prozent, Platz zwei bedeutet hinter dem, was die USK "Arcade-Games" nennt. Damit sind Geschicklichkeitsspiele, Beat’em Ups, Shoot’em Ups und Racer, aber keine Shooter gemeint, deren Anteil bei 23,8 Prozent liegt. Den dritten Platz teilen sich Militär- und vor allem Lebenssimulationen wie Die Sims sowie Sportspiele. Die vieldiskutierten Ego- und 3rd-Person-Shooter haben 2,9 Prozent bei den Anträgen ausgemacht.

Der Anteil von PC- und Mac-Spielen ging um rund 10 Prozent auf 36,4 Prozent aller Anträge zurück – trotzdem ist ihr Anteil immer noch der höchste. Auf Platz 2 steht der Nintendo DS, erst dann folgen aktuelle Konsolen wie die Wii mit 14,9 Prozent, die Xbox 360 mit 10,3 Prozent und die Playstation 3 mit 7,4 Prozent.


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