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Dolly Buster leidet unter Privatpornos im Internet

"Das Internet ist schuld". Die Ex-Pornodarstellerin Dolly Buster sieht ihre Branche in der Krise. Schuld seien private Sexaufnahmen, die massenhaft kostenlos ins Internet gestellt würden.
/ Achim Sawall
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Dolly Buster hat Probleme beim Verkauf ihrer Porno-DVDs. Die Erotikbranche stecke absolut in einer Krise, sagte die Unternehmerin der Süddeutschen Zeitung(öffnet im neuen Fenster) . "Das Internet ist schuld. Die Amerikaner finden es wahnsinnig toll, sich beim Sex zu filmen und die Aufnahmen kostenlos ins Netz zu stellen. Das ist für uns eine Katastrophe."

Die 39-Jährige steht seit über zehn Jahren nicht mehr selbst vor der Kamera, sondern produziert Pornofilme, die sie unter ihrem bekannten Namen vermarktet. Einst kannten 98 Prozent der Deutschen die Marke "Dolly Buster". Nun würden der Ex-Darstellerin 20 Prozent Bekanntheit reichen, wenn all diese Menschen ihre DVDs kaufen würden, sagt sie. "Vor zehn Jahren lief das anders."

In Deutschland sieht Buster ihre Firma als Marktführer. "Aber es geht uns schlechter. Wir haben zwölf Angestellte, mussten uns gerade von ein paar trennen. Es gibt einen Preisverfall bei DVDs."

In den USA hat die Pornoindustrie bereits bei der Regierung um eine Finanzspritze in Höhe von 5 Milliarden US-Dollar ersucht. Der Chef der Pornofirma GGW, Joe Francis, sagte dem Fernsehsender CNN: "Die US-Regierung sollte die Adult-Anbieter aktiv dabei unterstützen, zu überleben und zu wachsen, genauso wie andere Branchen unterstützt werden.


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