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Intel will Xeon mit acht Kernen vorstellen

Vortrag auf ISSCC kündigt ersten Octa-Core an. Aus dem Veranstaltungsprogramm der nächsten "International Solid State Circuits Conference" (ISSCC) erwähnt Intel erstmals öffentlich einen Serverprozessor mit acht Kernen in einem Gehäuse. Ob es sich dabei um einen Xeon mit Nehalem-Architektur oder den überfälligen "Beckton" handelt, ist aber noch nicht ganz klar.
/ Nico Ernst
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Auf Seite 22 des ISSCC-Programms ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ) werden für den 9. Februar 2009 zwei Vorträge von Intel-Entwicklern angekündigt. Es ist der zweite Tag der ISSCC 2009(öffnet im neuen Fenster) , die ab dem 8. Februar 2009 in San Francisco stattfindet.

Der Titel der ersten Präsentation lautet "A 45nm 8-Core Enterprise Xeon Processor" , der zweite Vortrag widmet sich der Architektur von Intels 45-Nanometer-Prozessoren im Allgemeinen. Redner ist hier allerdings Intel-Fellow Glen Hinton , der die Entwicklung der Nehalem-Architektur geleitet hatte – und weniger glanzvoll zuvor das Netburst-Design mit den Pentium-4-Prozessoren.

Aus der Ankündigung geht noch nicht hervor, ob es sich bei dem ersten Achtkerner von Intel um den ursprünglich schon für 2008 geplanten "Beckton" handelt, bei dem acht Kerne auf zwei Dies in einem Prozessorgehäuse verpackt werden sollten. Beckton sollte noch auf der Core-Architektur basieren, Hintons Vortrag soll jedoch von "einer Familie von IA-Prozessoren mit bis zu acht Kernen" handeln. Vermutlich wurde Intels erste CPU mit acht Kernen also gleich mit Nehalem-Technik gebaut und Beckton gestrichen.

In den Zusammenfassungen der Vorträge ist erwähnt, dass der Achtzylinder aus 2,3 Milliarden Transistoren bestehen soll und 16 Threads verarbeiten kann. Das ist ein weiterer Hinweis auf Nehalem, wo schon dessen Desktopausgabe Core i7 das von Hintons Teams entwickelte HyperThreading beherrscht.

Die landläufig auch Octa-Cores genannten Prozessoren – Intel verwendet diesen Begriff höchst selten – stellen die nächste Stufe in der Dichte an Rechenleistung für Server dar. Geht es nur um die Kerne pro Chipgehäuse, ist Intel hier jetzt schon mit der Xeon-Serie 7400 ("Dunnington") führend, die bereits aus 1,9 Milliarden Transistoren bei einer monströsen Die-Größe von 503 Quadratmillimetern besteht. Um die übliche TDP von 130 Watt für Server-CPUs noch zu halten, taktet Dunnington nur mit 2,66 GHz, während die Quad-Core-Xeons bis zu 3,4 GHz erreichen , dafür aber 150 Watt brauchen (X5492, "Harpertown").

Dass Intel neue Prozessoren nicht nur auf seiner Hausveranstaltung IDF vorstellt, sondern auch auf der ISSCC, hat mittlerweile fast schon Tradition: Auch der erste Atom wurde unter seinem Codenamen "Silverthorne" Anfang 2008 auf der ISSCC enthüllt .


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