Abo
  • Services:
Anzeige

US-Kreditkartendienstleister wegen Sicherheitslücke verklagt

Kläger werfen Heartland vor, seine Systeme nicht ausreichend geschützt zu haben

Kunden des US-Zahlungsdienstleisters Heartland Payment Systems haben eine Sammelklage gegen das Unternehmen eingereicht. Die Kläger waren durch eine massive Sicherheitslücke in den Computersystemen des Unternehmens geschädigt worden. Vergangene Woche machte Heartland sie bekannt.

Die in Haverford im US-Bundesstaat Pennsylvania ansässige Anwaltskanzlei Chimicles & Tikellis hat die Klage vor einem Bezirksgericht in New Jersey eingereicht. Klägerin ist eine Bürgerin aus dem US-Bundesstaat Minnesota, deren Kreditkartendaten durch die Sicherheitslücke kompromittiert wurden. Alicia Cooper klagt jedoch nicht nur in ihrem eigenen, sondern auch im Namen "aller anderen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden". Cooper war in der vergangenen Woche von ihrer Bank informiert worden, dass eine ihrer Kreditkarten betroffen sei.

Anzeige

Die Kanzlei wolle das Gericht bewegen, die Klage als Sammelklage für Geschädigte im ganzen Land zuzulassen, sagte ein Anwalt von Chimicles & Tikellis dem US-Branchendienst Internetnews.com. Auf ihrer Website ruft die Kanzlei weitere Betroffene auf, sich zu melden.

Die Kläger werfen Heartland Verletzung der Aufsichtspflicht, Vertragsbruch und mangelnde Sorgfalt vor. Außerdem biete Heartland den von der Sicherheitslücke betroffenen Kunden keine Kreditüberwachung oder andere Hilfe. Schließlich habe das Unternehmen unangemessen spät auf das Problem hingewiesen und ungenaue Angaben gemacht. Heartland hatte am Tag der Amtseinführung von US-Präsident Barack Obama bekanntgegeben, dass sein Computersystem von Malware befallen war, obwohl Computerforensiker diese schon in der Vorwoche entdeckt und entfernt hatten.

Das Sicherheitsleck war dem Unternehmen nicht einmal selbst aufgefallen. Es war im Spätherbst 2008 von den Kreditkartenanbietern Visa und Mastercard auf Unregelmäßigkeiten aufmerksam gemacht worden. Eine Prüfung durch die Computerspezialisten des Unternehmens brachte jedoch kein Ergebnis. Computerforensiker des Secret Service konnten erst Mitte Januar 2009 die Malware aufspüren und unschädlich machen. Die Kläger werfen Heartland deshalb vor, keine angemessenen Sicherheitsmechanismen implementiert zu haben.

Heartland wickelt die Zahlungen von über 250.000 Kunden ab, darunter viele Gaststätten und Einzelhändler. Die Zahl der Transaktionen liegt bei rund 100 Millionen im Monat. Experten gehen davon aus, dass das Heartland-Leck die größte Sicherheitspanne überhaupt ist. Bislang galt der Einbruch in das System der US-Einzelhandelskette TJX im Jahr 2006, bei dem über 45 Millionen Kreditkartendatensätze gestohlen wurden, als der größte.


eye home zur Startseite
Flying Circus 31. Jan 2009

Der Tag Obama. Die neue Zeitrechnung.

Flying Circus 30. Jan 2009

Firmen reagieren nur auf finanzielle Anreize. Also muß man Firmen, die auf Sicherheit zu...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Horváth & Partners Management Consultants, Zürich (Schweiz)
  2. FILIADATA GmbH, Karlsruhe
  3. Carmeq GmbH, Berlin
  4. Bosch Engineering GmbH, Abstatt


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 6,99€
  2. (-15%) 16,99€

Folgen Sie uns
       


  1. LTE

    Taiwan schaltet nach 2G- auch 3G-Netz ab

  2. Two Point Hospital

    Sega stellt Quasi-Nachfolger zu Theme Hospital vor

  3. Callya

    Vodafones Prepaid-Tarife erhalten mehr Datenvolumen

  4. Skygofree

    Kaspersky findet mutmaßlichen Staatstrojaner

  5. World of Warcraft

    Schwierigkeitsgrad skaliert in ganz Azeroth

  6. Open Source

    Microsoft liefert Curl in Windows 10 aus

  7. Boeing und SpaceX

    Experten warnen vor Sicherheitsmängeln bei Raumfähren

  8. Tencent

    Lego will mit Tencent in China digital expandieren

  9. Beta-Update

    Gesichtsentsperrung für Oneplus Three und 3T verfügbar

  10. Matthias Maurer

    Ein Astronaut taucht unter



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Sgnl im Hands on: Sieht blöd aus, funktioniert aber
Sgnl im Hands on
Sieht blöd aus, funktioniert aber
  1. Displaytechnik Samsung soll faltbares Smartphone auf CES gezeigt haben
  2. Digitale Assistenten Hey, Google und Alexa, mischt euch nicht überall ein!
  3. MX Low Profile im Hands On Cherry macht die Switches flach

EU-Urheberrechtsreform: Abmahnungen treffen "nur die Dummen"
EU-Urheberrechtsreform
Abmahnungen treffen "nur die Dummen"
  1. Leistungsschutzrecht EU-Kommission hält kritische Studie zurück
  2. Leistungsschutzrecht EU-Staaten uneins bei Urheberrechtsreform
  3. Breitbandausbau Oettinger bedauert Privatisierung der Telekom

Security: Das Jahr, in dem die Firmware brach
Security
Das Jahr, in dem die Firmware brach
  1. Wallet Programmierbare Kreditkarte mit ePaper, Akku und Mobilfunk
  2. Fehlalarm Falsche Raketenwarnung verunsichert Hawaii
  3. Asynchronous Ratcheting Tree Facebook demonstriert sicheren Gruppenchat für Apps

  1. Re: Weg mit den Deutschen SIMs - so mache ich es...

    corruption | 04:42

  2. Re: Mortalität darf deutlich im Prozentbereich sein.

    plutoniumsulfat | 04:08

  3. Viele Worte - Keine Fakten...

    ve2000 | 03:23

  4. Re: Sinnlos

    HorkheimerAnders | 03:12

  5. Re: Kaspersky... als könnte man denen vertrauen

    HorkheimerAnders | 03:09


  1. 19:16

  2. 17:48

  3. 17:00

  4. 16:25

  5. 15:34

  6. 15:05

  7. 14:03

  8. 12:45


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel