NEC will 20.000 Stellen streichen

Japanischer Elektronikkonzern schreibt Milliardenverlust

Der japanische Elektronikkonzern NEC hat den Abbau von 20.000 Arbeitsplätzen angekündigt. Die Firma erlitt einen Milliardenverlust.

Artikel veröffentlicht am ,

Im letzten Quartal 2008 wurde bei NEC ein Verlust von 130 Milliarden Yen (1,13 Milliarden Euro) angehäuft. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag das Minus noch bei 5,2 Milliarden Yen (45 Millionen Euro). Auch im Gesamtjahr werden rote Zahlen geschrieben. Der Umsatz gab in dem dritten Finanzquartal 2008/2009 nur geringfügig von 1,05 Billionen Yen (9,13 Milliarden Euro) auf 948 Milliarden Yen (8,25 Euro) nach.

Für das Geschäftsjahr, das im März 2009 endet, erwartet NEC nun einen Verlust von 290 Milliarden Yen (2,5 Milliarden Euro). Hier wurde im Oktober 2008 noch ein Gewinn von 15 Milliarden Yen (130 Millionen Euro) in Aussicht gestellt. Quer durch die Geschäftsbereiche IT, Mobilfunk und elektronische Geräte, sei NEC von der Weltwirtschaftskrise erfasst worden, hieß es weiter.

Die Entlassungen sollen zu gleichen Anteilen auf dem Heimatmarkt und im Ausland erfolgen, sagte NEC President Kaoru Yano. Mit der Massenentlassungswelle sollen in den nächsten zwei Jahren bis zu 80 Milliarden Yen (695 Millionen Euro) eingespart werden.

NEC sei mit Toshiba in Gesprächen, um eine Allianz im Chipgeschäft zu schmieden, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei unter Berufung auf informierte Kreise. Toshiba prüft demnach seinen Geschäftsbereich "System Chips" auszugründen, und mit NEC Electronics, der Halbleitersparte von NEC zusammenzulegen. Die NEC-Sparte stellt LSI-Prozessoren (Large Scale Integration) her. Eine Toshiba-Sprecherin hat erklärt, dass für die Sparte ein "drastischer Umbau geprüft werde. Dabei könne es auch um eine Konsolidierung gehen. NEC hat sich offiziell nicht zu dem Bericht geäußert.

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