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Amazon: Mit Sonderangeboten durch die Krise

Nachfrage für den E-Book-Reader Kindle ungewöhnlich stark. Der Onlineshop Amazon konnte den Gewinn im vierten Quartal um 9 Prozent und den Umsatz um 18 Prozent steigern. Mit aggressiven Sonderangeboten, kostenloser Lieferung und der fortwährenden Ausweitung des Angebots auf neue Produktgattungen behauptet sich der E-Commerce-Konzern damit bislang in der Wirtschaftskrise.
/ Achim Sawall
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Amazon erzielte einen Gewinn von 225 Millionen US-Dollar (52 Cent pro Aktie), nach 207 Millionen US-Dollar (48 Cent pro Aktie) im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Umsatz stieg auf 6,7 Milliarden US-Dollar. Die Ergebnisse lagen über den Analystenprognosen. In den USA und Kanada erzielte Amazon eine Umsatzsteigerung von 18 Prozent auf 3,63 Milliarden US-Dollar. Die Umsätze in Großbritannien, Deutschland, Japan, Frankreich und China stiegen um 19 Prozent auf 3,07 Milliarden US-Dollar.

Amazon-Finanzchef Tom Szkutak sprach von einem "sehr wettbewerbsintensiven Quartal" , was die Bruttogewinnspannen belastet habe. Besonders im Bereich Großbildschirmfernseher hatte Amazon in den USA Sonderangebote vorgelegt, die zum Teil 200 US-Dollar unter den Preisen der Konkurrenz lagen.

Im laufenden ersten Quartal 2009 erwartet Amazon einen Umsatzanstieg um 19 Prozent auf 4,9 Milliarden US-Dollar und lockt weiter mit Sonderangeboten bei Heimelektronik und Film-DVD.

Die Nachfrage für den E-Book-Reader Kindle sei "ungewöhnlich stark" gewesen, sagte Firmengründer Jeff Bezos, ohne aber Zahlen zu nennen.

Im November 2008 bekam Amazon Lieferschwierigkeiten , nachdem die Talkshow-Moderatorin Oprah Gail Winfrey das Gerät beworben hatte. "Menschen, die einen Kindle kaufen, erwerben auch weiterhin Bücher" , sagte Bezos. Auf jedes gedruckte Buch, das diese Kunden kauften, kämen 1,6 bis 1,7 E-Books.


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