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Pixelpark verliert die Hälfte seines Grundkapitals

Unternehmensbeteiligungen stürzen das Unternehmen in die Krise. Pixelpark geht vom Verlust der Hälfte seines Grundkapitals aus. Das Berliner Unternehmen hat bei bei seinem Jahresabschlusses festgestellt, dass die Insolvenz eines Tochterunternehmens sowie weitere Firmenwertberichtigungen und Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen das Kapital aufgefressen haben.
/ Andreas Donath
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Der Pixelpark-Vorstand muss aufgrund der Lage eine Hauptversammlung einberufen. Das schreibt das Aktiengesetz nach Paragraf 92 Absatz 1 vor. Pixelpark hatte die Entwicklung bereits im Halbjahresbericht 2008 dokumentiert. Damals musste das Unternehmen Firmenwertberichtigungen in Höhe von 9,6 Millionen Euro vornehmen.

Die Emprise AG aus Hamburg ging einen Tag vor der Pflichtmitteilung in die Insolvenz. Das Unternehmen wurde von Pixelpark mit zwei Millionen Euro valuiert. Kredite von Pixelpark an Emprise in Höhe von 1,2 Millionen Euro kommen noch hinzu.

Pixelpark wurde 1991 von Paulus Neef und Eku Wand gegründet, 1996 stieg Bertelsmann ein. 1999 ging das Unternehmen an die Börse, doch schon wenige Jahre später musste – auch getragen durch den Zusammenbruch des Neuen Marktes – eine massive Umstrukturierung mit deutlichem Stellenabbau vorgenommen werden.

Bertelsmann reduzierte außerdem stark seine Anteile. Gründer und CEO Paulus Neef gab sein Amt ab und Michael Riese wurde neuer Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Am 4. September 2008 trat Riese von seinem Amt zurück, neuer Vorstandsvorsitzender wurde Horst Wagner.


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