Der Markt für Grafikchips schrumpft stark
Wie JPR betont, ist es das erste Mal, seit das Unternehmen den Grafikmarkt beobachtet, dass in einem vierten Quartal eines Jahres weniger Grafikprozessoren verkauft werden als im dritten Quartal. JPR führt derartige Erhebungen seit dem Jahr 2000 durch. Bei den jetzt vorgelegten Zahlen(öffnet im neuen Fenster) wird nicht zwischen Lösungen mit in Chipsätzen integrierter Grafik und diskreten GPUs unterschieden.
Bei den beiden Intel-Konkurrenten AMD und Nvidia hat AMD zuletzt gewonnene Anteile wieder an Nvidia abgeben müssen: 20,6 Prozent waren es im dritten Quartal 2008 noch für AMD, und 27,8 Prozent für Nvidia. Beide zusammen konnten aber Intels Anteil drücken, der im gleichen Zeitraum noch 49,4 Prozent betrug.
Insgesamt wurden im vierten Quartal 2008 laut JPR 35 Prozent weniger Grafikchips für PCs verkauft als im dritten Quartal des Jahres. Da das Jahresendgeschäft traditionell für die PC-Branche am wichtigsten ist, wirkt sich das auch auf das gesamte Jahr 2008 aus: Der Grafikmarkt schrumpfte um 28 Prozent.
Der oft vorhergesagte Umbruch von Desktop- zu Notebookrechnern geht aus den Zahlen von JPR noch immer nicht hervor. Weltweit sollen im vierten Quartal 2008 37,5 Millionen Grafiklösungen für Desktops und 34,9 Millionen für Notebooks verkauft worden sein.
Insgesamt ist die aktuelle Analyse nicht überraschend, da sich der PC-Markt seit dem vierten Quartal 2008 in starkem Abschwung befindet, der zuerst die Zulieferer trifft. Bereits Mitte November 2008 hatte Intel mit einer Umsatzwarnung die Börsen schockiert , die endgültigen Quartalszahlen von Intel und AMD fielen verheerend aus.