Abo
  • Services:

Republikaner blockieren Verschiebung des Digitalfernsehens

Erste Niederlage für Barack Obama: Terminverschiebung abgesagt

Der Streit um die Umstellung von analogem auf digitales Fernsehen in den USA geht weiter: Das Repräsentantenhaus stimmte gegen eine von Obama vorgeschlagene Verschiebung und brachte dem neuen Präsidenten so seine erste Niederlage bei.

Artikel veröffentlicht am ,

Nicht einmal zwei Tage nach der für ihn positiv verlaufenen Abstimmung im US-Senat musste der neue Präsident Barack Obama die erste Niederlage seiner Amtszeit hinnehmen: Das US-Repräsentantenhaus lehnte den Plan ab, die Umstellung von analogem auf digitales Fernsehen vom 17. Februar auf den 12. Juni 2009 zu verschieben.

Stellenmarkt
  1. Hella Gutmann Solutions GmbH, Ihringen
  2. BerlinOnline Stadtportal GmbH & Co. KG, Berlin

Der Vorschlag scheiterte am Widerstand der Republikaner. Die meisten republikanischen Abgeordneten stimmten gegen eine Verschiebung und verhinderten so eine nötige Zwei-Drittel-Mehrheit, berichtet die Washington Post.

In einem Brief an die Demokratin Nancy Pelosi, die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, begründete Joe Barton, republikanischer Abgeordneter aus Texas, das Programm für die Umstellung auf digitales Fernsehen sei "weder steckengeblieben noch pleite". Die Probleme, die die Umstellung bereite, ließen sich lösen, so Barton.

Es wird befürchtet, dass durch die Umstellung des terrestrischen Fernsehens Millionen US-Haushalte ohne Fernsehen dastehen. Etwa 10 Millionen Haushalte in den USA empfangen ihr Fernsehprogramm über Antenne. Nach einer Schätzung des Marktforschungsunternehmens Nielsen sind über 6,5 Millionen jedoch nicht auf die Umstellung von analogem auf digitales Fernsehen vorbereitet. Den Termin am 17. Februar 2009 hatte das US-Repräsentantenhaus Ende 2005 festgelegt.

Damit sich auch ärmere US-Bürger die notwendigen Boxen, die digitale Signale in analoge wandeln, leisten können, hat die US-Regierung seinerzeit ein Hilfsprogramm über 1,5 Milliarden US-Dollar aufgelegt. Jeder Privathaushalt sollte einen oder zwei Gutscheine in Höhe von 40 US-Dollar als Zuschuss für den Erwerb von ein oder zwei Wandlern erhalten. Diese kosten zwischen 50 und 80 US-Dollar.

Allerdings gab es diverse Probleme bei dem Programm. So wurden etwa die 90 Tage geltenden Gutscheine ungültig, bevor ausreichend Konverter auf den Markt kamen. Ende Dezember 2008 meldete das Handelsministerium gar, ihm sei das Geld für das Programm ausgegangen. Barton und sein Parteifreund Cliff Stearns haben inzwischen einen Antrag gestellt, um das Gutscheinprogramm um 250 Millionen US-Dollar aufzustocken.

Derzeit werden Anwärter auf die Gutscheine auf eine Warteliste aufgenommen. Darauf stehen rund drei Millionen Kandidaten. Sie können allerdings Hoffnung schöpfen. Denn noch ist das letzte Wort bei der Umstellung auf das digitale Antennenfernsehen nicht gesprochen. Der demokratische Abgeordnete Rick Boucher, Vorsitzender des Unterausschusses für Kommunikation, Technologie und das Internet, hat angekündigt, die Verschiebung in der kommenden Woche noch einmal auf die Tagesordnung zu setzen, dieses Mal unter anderen Vorzeichen, so dass eine einfache Mehrheit für die Zustimmung ausreicht.

Die Frequenzen für die analoge Fernsehübertragung hat die Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) Anfang 2008 für knapp 20 Milliarden US-Dollar versteigert. Sie sollen nach der Umstellung für Mobilfunk genutzt werden.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. + Prämie (u. a. Far Cry 5, Elex, Assassins Creed Origins) für 62€
  3. 16,99€
  4. 1,29€

nate 30. Jan 2009

Wenn sich Oma und Opa wirklich das Rauschen auf den nicht mehr ausgestrahlten...

Quadrataugen 30. Jan 2009

In Zeiten in denen man sich sein Wunschprogramm im Internet zusammenklicken kann muss man...

blablabla 30. Jan 2009

was ein geseier, der mann ist nicht bürgerfreundlich. er hat noch gar nichts gemacht...

nursoooo 30. Jan 2009

Da soll noch einer sagen, Politiker können nicht langfristig planen!!!

Ansgar 29. Jan 2009

Verwendet doch bitte eindeutige Überschriften, denn es gibt auch bei uns Republikaner...


Folgen Sie uns
       


Lenovo Thinkpad X1 Carbon Gen6 - Test

Wir testen das Thinkpad X1 Carbon Gen6, das neue Business-Ultrabook von Lenovo. Erstmals verbaut der chinesische Hersteller ein HDR-Display und einen neuen Docking-Anschluss für die Ultra Docking Station.

Lenovo Thinkpad X1 Carbon Gen6 - Test Video aufrufen
Volocopter 2X: Das Flugtaxi, das noch nicht abheben darf
Volocopter 2X
Das Flugtaxi, das noch nicht abheben darf

Cebit 2018 Der Volocopter ist fertig - bleibt in Hannover aber noch am Boden. Im zweisitzigen Fluggerät stecken jede Menge Ideen, die autonomes Fliegen als Ergänzung zu anderen Nahverkehrsmitteln möglich machen soll. Golem.de hat Platz genommen und mit den Entwicklern gesprochen.
Von Nico Ernst

  1. Ingolstadt Flugtaxis sollen in Deutschland erprobt werden
  2. Urban Air Mobility Airbus gründet neuen Geschäftsbereich für Lufttaxis
  3. Cityairbus Mit Siemens soll das Lufttaxi abheben

K-Byte: Byton fährt ein irres Tempo
K-Byte
Byton fährt ein irres Tempo

Das Startup Byton zeigt zur Eröffnung der Elektronikmesse CES Asia in Shanghai das Modell K-Byte. Die elektrische Limousine basiert auf der Plattform des SUV, der vor fünf Monaten auf der CES in Las Vegas vorgestellt wurde. Unter deutscher Führung nimmt der Elektroautohersteller in China mächtig Fahrt auf.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. KYMCO Elektroroller mit Tauschakku-Infrastruktur
  2. Elektromobilität Niu stellt zwei neue Elektromotorroller vor
  3. 22Motor Flow Elektroroller soll vor Schlaglöchern warnen

Elektroautos: Ladesäulen und die Tücken des Eichrechts
Elektroautos
Ladesäulen und die Tücken des Eichrechts

Wenn Betreiber von Ladestationen das Wort "eichrechtskonform" hören, stöhnen sie genervt auf. Doch demnächst soll es mehr Lösungen geben, die die Elektromobilität mit dem strengen deutschen Eichrecht in Einklang bringen. Davon profitieren Anbieter und Fahrer gleichermaßen.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. WE Solutions Günstige Elektroautos aus dem 3D-Drucker
  2. Ladesäulen Chademo drängt auf 400-kW-Ladeprotokoll für E-Autos
  3. Elektromobiltät UPS kauft 1.000 Elektrolieferwagen von Workhorse

    •  /