Canon kriselt, selbst bei Kameras
Insgesamt setzte Canon 2008 umgerechnet 34,9 Milliarden Euro um und erzielte einen Nettogewinn von 2,6 Milliarden Euro. Der Gewinn liegt damit über ein Drittel unter den eigenen Prognosen. Das geht aus einer Präsentation ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ) des Finanzchefs Masahiro Osawa hervor. Umsatz und Gewinn gingen bei Canon erstmals seit neun Jahren zurück.
Vor allem das vierte Quartal des Jahres 2008 hat Canon dabei schwer belastet. Im Vergleich zum Vorjahresquartal brach der Gewinn um knapp 91 Prozent ein. Besonders im Dezember 2008 verringerte sich die Nachfrage stark. Betroffen davon waren im vierten Quartal alle Geschäftsbereiche wie Kameras, Drucker, Kopierer und andere Bürogeräte. Laut Canon sind neben dem Rückgang der Nachfrage vor allem der starke Wechselkurs des Yen gegenüber US-Dollar und Euro und gestiegene Materialkosten verantwortlich.
Für das Geschäftsjahr 2009 rechnet Canon mit weiter schrumpfenden Umsätzen und Gewinnen. Erstmals in der Firmengeschichte sollen dabei weniger Digitalkameras als im vorherigen Jahr verkauft werden, und zwar sieben Prozent weniger Geräte. Canon rechnet zudem mit 21 Prozent weniger Laserdruckern, aber stabilen Stückzahlen bei Tintendruckern.
Im professionellen Segment sieht die Prognose nicht besser aus. 2009 will Canon sechs Prozent weniger Kopierer verkaufen. Ebenso sollen auch die Geräte für die Belichtung in Chipfabriken und zur Montage von Bausteinen weniger stark nachgefragt werden. Canon sieht hier einen Umsatzrückgang von 6,7 Prozent voraus.
Den trüben Aussichten will der Konzern mit Sparmaßnahmen begegnen, die vor allem eine geringere Lagerhaltung betreffen sollen. Ob auch Arbeitsplätze gestrichen werden, gab das Unternehmen nicht bekannt. Dazu will das Unternehmen aber auch "besser positionierte neue Produkte" anbieten, die es jedoch nicht weiter erläuterte. Bereits bei Vorlage der Zahlen zum vierten Quartal 2008 hatte Canon eine Kürzung von Investitionen angekündigt.



