Onlineausgaben der US-Zeitungen wachsen kräftig
Die Abrufe der Onlineausgaben amerikanischer Zeitungen sind zuletzt um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, hat das Marktforschungsunternehmen Nielsen ermittelt. Unangefochtener Marktführer mit über 40 Millionen Unique Visitors ist NYTimes.com(öffnet im neuen Fenster) , das Angebot der traditionsreichen New York Times, das im Dezember 2008 um rund 6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zulegen konnte. Andere wachsen allerdings noch schneller: So stiegen die Aufrufe der Zeitung Daily News(öffnet im neuen Fenster) aus New York um 99 Prozent auf 5,88 Millionen Besucher, und die Onlineausgabe der Los Angeles Times(öffnet im neuen Fenster) konnte um 73 Prozent auf knapp 7,96 Millionen Besucher zulegen.
Die gedruckten Ausgaben der Zeitungen kämpfen hingegen mit sinkenden Auflagen und Problemen beim Anzeigenverkauf. So konnte das Verlagshaus der New York Times eine Liquiditätskrise nur mit Hilfe einer Kapitalspritze über 250 Millionen US-Dollar des mexikanischen Milliardär Carlos Slim überstehen.
Auch in Deutschland sinken die Auflagen der Zeitungen, insbesondere im Boulevardbereich – die Bildzeitung etwa musste im 4. Quartal 2008 in der offiziellen Statistik der Marktforschungsgruppe IVW einen Rückgang um 5,7 Prozent verkraften. Bei den Onlineangeboten ergibt sich ein gemischtes Bild: Im Dezember 2008 konnten einige Angebote – insbesondere Welt.de(öffnet im neuen Fenster) aus dem Verlag Axel Springer – deutlich zulegen, während die Abruf- und Besucherzahlen vieler Onlinezeitungen zum Teil zweistellige Verluste hinnehmen mussten.



