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Shai Agassi will aus Deutschland einen Better Place machen

Elektroautoprovider will auf deutsche Straßen. Der Elektroautoprovider Better Place verhandelt mit Unternehmen und Politikern über einen Einstieg in Deutschland. Start könnte noch im Jahr 2009 sein. Das von Google unterstützte US-Unternehmen will im Oktober 2009 in Kalifornien einen elektrischen Kleinwagen auf den Markt bringen.
/ Werner Pluta
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Better Place, der vom ehemaligen SAP-Manager Shai Agassi gegründete Elektroautoprovider, will auch in Deutschland aktiv werden, berichtet das Handelsblatt in einer Vorabmeldung. Der Startschuss könnte sogar noch im Jahr 2009 fallen. "Wir werden in diesem Jahr auf jeden Fall zu einer Entscheidung kommen, ob und wann Better Place in Deutschland starten wird" , zitiert die Wirtschaftszeitung Rolf Schumann, Projektleiter für das Europageschäft.

Derzeit verhandelt Better Place nach eigenen Angaben mit potenziellen Partnern. Laut Schumann besteht durchaus ein Interesse an dem von Better Place verfolgten Konzept in Deutschland. Das sieht vor, dass das Unternehmen eine Infrastruktur mit Ladesäulen an Straßen und auf Parkplätzen sowie Akkutauschstationen aufbaut. Der Kunde schließt mit Better Place ein Abonnement über eine bestimmte Kilometerzahl im Monat ab, für die er den Strom von den Ladestationen bezieht. Tritt er eine größere Fahrt an, kann er an den Wechselstationen eine leere Batterie gegen eine volle tauschen. Beim Abschluss des Vertrages erhält der Kunde das Elektroauto, das von Renault und Nissan hergestellt wird, zu einem vergünstigten Preis.

Die Fahrzeuge sollen eine Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h erreichen und mit einer Ladung rund 230 Kilometer weit kommen. Sie verfügen über einen Elektroanschluss sowie eine Wechselbatterie, die Eigentum von Better Place bleibt.

Nach den Gesprächen mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft sehe er "gute Chancen für einen Start" , resümierte Schumann. Better Place ist bereits in Israel , Dänemark, Australien, Kanada sowie in den US-Bundesstaaten Hawaii und Kalifornien tätig.

Das US-Unternehmen Aptera hat unterdessen bekanntgegeben, dass es im Oktober 2009 sein Elektroauto mit der Bezeichnung Aptera 2e auf den Markt bringen will. Der weiße Zweisitzer existiere bereits als Vorserie und soll ab Herbst im US-Bundesstaat Kalifornien erhältlich sein. Als Preis gibt Aptera 25.000 bis 45.000 US-Dollar an. Dem Unternehmen, das finanzielle Unterstützung von Google erhalten hat, liegen bereits 5.000 Bestellungen für das Auto vor.

Der Aptera 2e ist ein Zweisitzer mit drei Rädern, der wie eine moderne Version von Messerschmitts Kabinenroller(öffnet im neuen Fenster) anmutet und sich in puncto Coolness kaum mit Flitzern wie den Tesla Roadster oder den SSC Ultimate Aero EV messen kann.

Angetrieben wird das Leichtgewicht – nach Herstellerangaben wiegt der 2e etwa halb so viel wie ein durchschnittliches Auto – von einem Lithium-Ionen-Akku, der eine Reichweite von etwa 160 km ermöglichen soll. Die Spitzengeschwindigkeit soll bei 145 km/h liegen. Das Auto beschleunigt in weniger als 10 Sekunden von 0 auf 100 km/h.


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