Und wieder ein Datenleck bei der Deutschen Telekom
Bei der Telekom sind erneut Kundendaten offengelegt worden, berichtet das Magazin Stern. Schuld sei ein "Arbeitsfehler" , zitiert das Magazin einen Unternehmenssprecher, der den Bericht bestätigt haben soll.
Nachdem sie auf das Datenleck hingewiesen wurde, habe die Telekom die Lücke am vergangenen Freitag (23. Januar 2009) geschlossen. Das Unternehmen kündigte eine Entschuldigung bei allen Betroffenen an. Diesmal waren Neukunden, die sich auf der Homepage der Telekom registriert hatten, die Opfer. Sichtbar seien Name, Anschrift, bisheriger Telekom-Anbieter sowie öffentliche und nichtöffentliche Telefonnummern. Neuanmeldungen ließen sich im Minutentakt verfolgen.
"Aus Sicht des Datenschutzes ist der Vorfall sehr bedauerlich" , sagt ein Sprecher des Bundesdatenschutzbeauftragten dem Magazin.
Das neue Datenleck ist ein weiterer Vorfall in einer Kette von Pannen und Bespitzelungsskandalen bei der Telekom. Der teilstaatliche Konzern hatte in der ersten Jahreshälfte 2007 mit Widerstand der Konzernbelegschaft in den Callcentern gegen Auslagerungen und Lohnkürzungen zu kämpfen. Um dies zu unterlaufen, setze die Telekom verstärkt externe Vertriebsfirmen ein, von denen einige offenbar unseriös arbeiteten und Daten missbrauchten.
Im November 2008 wurde bereits berichtet, dass sich zwielichtige Adresshändler und Callcenter-Betreiber Zugriff auf Namen, Adressen, Geburtsdaten, Vertragsdaten und Bankverbindungen von mehreren tausend Menschen verschafften, die zugleich Festnetz- und Internetkunden der Telekom waren. Die Kundenprofile wurden auf dem Schwarzmarkt angeboten. Einige Opfer beschwerten sich bereits über illegale Abbuchungen von ihrem Bankkonto.



