USA müssen Abschaltung des Analogfernsehens verschieben

Ausstattung der Haushalte mit Konverterboxen hinkt hinterher

Der US-Senat, eine der beiden Kammern des Kongresses der USA, hat die Abschaltung des Analogfernsehens verschoben. Statt wie geplant zum 17. Februar soll der Umstieg nun zum 12. Juni 2009 erfolgen, weil die Ausstattung der Haushalte mit Konverterboxen nicht weit genug ist.

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Der US-Senat hat einer Bitte des US-Präsidenten Barack Obama entsprochen und die Abschaltung des Analogfernsehens um vier Monate verschoben, um Härten für arme Menschen zu vermeiden. Geplant war der Umstieg zum 17. Februar 2009, nun erfolgt die Umschaltung der großen Fernsehsender zum 12. Juni 2009. Dem Repräsentantenhaus wird heute (27. Januar 2009) der gleiche Gesetzentwurf vorgelegt.

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Senator Jay Rockefeller aus West Virginia von der Demokratischen Partei, der dem US-Senatsausschuss für Handel, Wissenschaft und Transport vorsitzt, hatte sich zuvor mit dem republikanischen Senator Kay Bailey Hutchison (Texas) geeinigt, der ebenfalls dem Gremium angehört. Einige Republikaner hatten die Verschiebung abgelehnt.

Terrestrische Nutzer brauchen mit der TV-Umstellung eine Konverterbox, die ihnen der Staat mit 40 US-Dollar pro Stück bezuschusst. Doch das Hilfsprogramm von Obamas Amtsvorgänger George W. Bush hatte schwere Planungsfehler: Die Regierungsgutscheine wurden ungültig, bevor ausreichend Konverter auf den Markt kamen. Außerdem war es nicht ausreichend durchfinanziert. "Die Regierung verdient 19 Milliarden US-Dollar durch die Versteigerung des analogen TV-Spektrums, und die Leute müssen in die Geschäfte gehen und Geld für eine Konverterbox ausgeben", kritisiert Verbraucherschützer Joel Kelsey von der Consumers Union.

Im Dezember 2008 hatte Nielsen Media Research vorgerechnet, dass 7,8 Millionen Haushalte am Stichtag von der TV-Versorgung abgeschnitten sein werden. Nach Zahlen der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte (Stand 2007) nutzen 64 Prozent der mehr als 110 Millionen Fernsehhaushalte in den USA das Kabel zum Fernsehempfang. Zu 27 Prozent kommen die bunten Bilder per Satellit. Nur neun Prozent (knapp zehn Millionen Haushalte) setzen auf Terrestrik. Andere Studien gehen von 15 Millionen Haushalten aus. Der einzelne Fernsehzuschauer hat im Schnitt die Wahl zwischen über 100 Kanälen.

Die meisten TV-Stationen senden bereits gleichzeitig ein analoges und ein digitales Signal aus.

Verizon Communications und AT&T haben zusammen 16 Milliarden US-Dollar für die freiwerdenden Frequenzen ausgegeben, die in Deutschland als Digitale Dividende bezeichnet werden. Sie hatten sich zuvor mit einer kurzzeitigen Verschiebung einverstanden erklärt.

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