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US-Abgeordneter will gesetzlichen Kameraton

US-Gesetzesentwurf fordert Auslöseton bei Kamerahandys zum Schutz vor Voyeuren. Der republikanische US-Abgeordnete Pete King hat einen Gesetzesentwurf in das Repräsentantenhaus eingebracht, nach dem die Kamera eines Mobiltelefons beim Auslösen einen Ton abgeben muss. Der Ton soll Voyeurfotos verhindern oder zumindest erschweren.
/ Werner Pluta
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Digitalkameras und Fotohandys haben einen Bilderboom ausgelöst. Das Kamerahandy ist immer in der Jackentasche, Motive finden sich auch: ein Stadtpanorama, die Freunde in der Kneipe, ein Prominenter beim Einkaufen, ein ansprechendes Dekolleté. Viele Hersteller gestalten inzwischen ihre Geräte so, dass beim Fotografieren ein Ton abgespielt wird, der so klingt wie das Auslösen einer Spiegelreflexkamera. Das soll heimliches Fotografieren, etwa auf einer Toilette oder im Schwimmbad, verhindern.

Der republikanische US-Abgeordnete Pete King will diesen Ton obligatorisch machen. Er hat einen Gesetzesentwurf mit dem Titel Camera Phone Predator Alert Act(öffnet im neuen Fenster) vorgelegt. Danach soll "jedes Mobiltelefon mit einer Kamera, das für den Verkauf in den USA hergestellt wird, jedes Mal wenn ein Foto gemacht wird, einen Ton abspielen, der in angemessenem Abstand zu hören ist." Die Geräte dürfen über keine Möglichkeit verfügen, den Ton abzuschalten.

Mit dem Gesetz will Klein die Privatsphäre hauptsächlich von Kindern und Jugendlichen schützen, "die durch Fotos, die mit einem Kamerahandy in Umkleidekabinen und öffentlichen Orten aufgenommen werden, ausgenutzt wurden" .

Bemerkenswerterweise bezieht sich der Camera Phone Predator Alert Act nur auf Kameras in Mobiltelefonen. Wäre King konsequent, müsste sein Entwurf einen solchen Auslöseton auch für kleine Digitalkameras fordern.

2007 war King bereits mit einem vergleichbaren Gesetzesentwurf gescheitert.


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