Der Zusammenschluss von Tecmo und Koei ist perfekt
Im Sommer 2008 hatte Square-Enix freundlich beim japanischen Konkurrenten Tecmo angefragt, ob der etwas gegen eine Übernahme hätte – und er hatte. Das weitaus größere Unternehmen Square-Enix, Macher unter anderem der Final-Fantasy-Reihe, zog das Kaufangebot zurück. Stattdessen schließt sich Tecmo zum Stichtag 1. April 2009 mit dem kleineren Entwickler Koei zusammen. Gemeinsam bilden die Firmen künftig das Gemeinschaftsunternehmen Tecmo-Koei, das zusammen Umsätze von knapp 600 Millionen Euro jährlich generiert und damit international zu den Mittelgewichten zählt.
Ganz problemlos ging der Merger nicht über die Bühne: Bloomberg berichtet(öffnet im neuen Fenster) , bei der entscheidenden Abstimmung der Aktionäre habe der zweitgrößte Anteilseigner von Tecmo, eine Investmentfirma namens Effissimo Capital Management, gegen die Übernahme gestimmt – allerdings vergebens. Angeblich, so die Investmentbanker, seien die Begründungen der Tecmo-Geschäftsführung über die Vorteile der Transaktion nicht überzeugend.
Beide Firmen haben bislang für mehrere Konsolenplattformen entwickelt, zuletzt lag der Schwerpunkt auf der Playstation 2 und 3. Tecmo ist vor allem für die Reihen Ninja Gaiden und Dead or Alive , Koei für die Dynasty-Warriors-Reihe bekannt.



