Fehler in komplexen Smartphones eine "neue Realität"

Mit dem Touch-Smartphone Blackberry Storm schickte RIM Ende 2008 seinen iPhone-Konkurrenten ins Rennen. Zwar wurde die Hardware durchaus gelobt, vor allem der klickbare Touchscreen, der ein vollkommen neues Touchscreen-Erlebnis bietet. Die Software aber stand von Anfang an in der Kritik. Fehlende Funktionen, unzuverlässige Hardwareunterstützung, Abstürze sowie langsam und träge Reaktionen zählten auch im Test des Blackberry Storm bei Golem.de zu den wesentlichen Kritikpunkten.
Bereits Anfang Dezember 2008 besserte RIM mit einem ersten Firmwareupdate nach und beseitigte einige Fehler, doch bis heute gibt es Klagen über das Gerät, die das Wall Street Journal aktuell in einem Artikel zusammenfasst(öffnet im neuen Fenster) .
Interessant ist in diesem Zusammenhang vor allem ein Kommentar von RIM-Chef Jim Balsillie. Er bestätigte den hohen Zeitdruck der Entwickler, denn RIM wollte das Gerät unbedingt bis zum sogenannten Black Friday in den USA, dem Tag nach Thanksgiving, auf den Markt bringen. Der zuvor angepeilte Termin im Oktober wurde nicht eingehalten. Balsillie kommentierte: Die Probleme seien Teil einer neuen Realität der Herstellung komplexer Mobiltelefone in großen Mengen.
Mit den Verkaufszahlen des Storm ist RIM trotz der öffentlichen Kritik sehr zufrieden: Im ersten Monat seien rund 500.000 Geräte verkauft worden, derzeit produziert das Unternehmen rund 250.000 Blackberry Storm pro Woche, um die Nachfrage zu decken.



