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Wikipedia prüft Einschränkung der Editierbarkeit

Flagged Revisions Process soll Onlinevandalismus verhindern. Die englischsprachige Wikipedia erwägt eine Einschränkung der Editierbarkeit von Artikeln nach dem Vorbild der deutschen Version. Bei ausgewählten Artikeln soll auf das System der gesichteten und geprüften Versionen gesetzt werden, um Falschmeldungen zu verhindern.
/ Achim Sawall
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Wikipedia-Mitbegründer Jimmy Wales hat die Einführung der Methode der "gesichteten und geprüften Versionen" (Flagged Revisions Process) vorgeschlagen, die in der deutschen Ausgabe bereits umgesetzt ist. Updates ausgewählter Artikel müssten danach erst von einem Kreis von erfahrenen und registrierten Autoren freigegeben werden. Vertrauenswürdige Wikipedia-Autoren könnten aktuelle Änderungen dabei auch sofort freischalten. Die Beiträge anderer Autoren kämen in die Warteschleife.

Die Diskussion folgt auf zwei Fälle von Vandalismus, in denen falsche Todesmeldungen über die Senatoren Ted Kennedy und Robert Byrd bei Wikipedia verbreitet wurden(öffnet im neuen Fenster) . Wikipedia-Mitbegründer Jimmy Wales sagte(öffnet im neuen Fenster) : "Dieser Schwachsinn wäre durch 'Flagged Revisions' komplett vermeidbar gewesen." Aktuelle Einträge seien so weiter möglich, so Wales weiter. 60 Prozent der Nutzer hätten dieser Änderung zugestimmt, die Diskussion geht weiter.

Seit Mai 2008 werden in der deutschsprachigen Wikipedia einzelne Versionen von Artikeln bereits von sogenannten Sichtern markiert . "Ziel der Markierungen ist es, die Verlässlichkeit von Artikeln zu erhöhen und dem Leser mehr Rückmeldung zur Qualität des Artikels zu liefern. Allerdings ist die Sichtung keine inhaltliche Prüfung, sondern lediglich eine Überprüfung auf offensichtlichen Vandalismus" , heißt es bei Wikipedia.


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