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Bitkom: Überleben von Qimonda entscheidend für Deutschland

Gewerkschaft spricht von "endloser Serie von Managementfehlern"

Das Überleben von Qimonda ist von strategischer Bedeutung für den Hightech-Standort Deutschland, meint der IT-Branchenverband Bitkom. Die IG Metall spricht von "einer schier endlosen Serie von Managementfehlern".

Artikel veröffentlicht am ,

Die Pleite von Qimonda, des weltweit viertgrößten Speicherchipherstellers, hat heftige Reaktionen in Politik und Wirtschaft ausgelöst. Der angeschlagene Speicherchiphersteller hat am 23. Januar 2009 beim Amtsgericht München einen Insolvenzantrag gestellt. Als vorläufiger Insolvenzverwalter ist der Rechtsanwalt Michael Jaffé aus München bestellt, teilte das Gericht Golem.de mit. Qimonda stellt vor allem Speicherchips für Computer, DVD-Rekorder und Spielkonsolen her. In dem Konzern arbeiten weltweit 12.200 Menschen, davon 4.600 in Deutschland.

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"Ein Überleben von Qimonda hat für den Hightech-Standort Deutschland strategische Bedeutung. Der Konzern arbeitet intensiv mit öffentlichen Forschungseinrichtungen zusammen und ist eng mit der mittelständischen Zulieferindustrie verknüpft", sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder, der einen großen Teil des Konjunkturprogramms für Hightech-Infrastruktur forderte.

Im Jahr 2008 ist der weltweite Markt für Speicherchips um 15 Prozent auf 38,4 Milliarden Euro eingebrochen, so die Marktforscher von World Semiconductor Trade Statistics (WSTS). 2009 wird ein weiterer Einbruch um 5 Prozent auf 36,6 Milliarden Euro erwartet. Erst im kommenden Jahr sehen die Marktforscher wieder ein Wachstum.

"Ich bedauere, dass es Qimonda nicht gelungen ist, die Finanzierung des Businessplanes zustande zu bringen", sagte Sachsens Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD). Der Freistaat sei, so Jurk, mit dem Angebot eines Betriebsmittelkredites in Höhe von 150 Millionen Euro zur Sicherung der Liquidität an die Grenze des Vertretbaren gegangen. Gemeinsam mit dem Bund war der Freistaat sogar bereit gewesen, Investitionen am Standort Dresden in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro mit Bürgschaften für Bankkredite zu unterstützen.

Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) bedauerte, dass die bis zuletzt andauernden intensiven Rettungsversuche für Qimonda gescheitert seien. Zeil: "Bayern, Sachsen und der Bund waren bereit, bis an die absoluten Grenzen ihrer Möglichkeiten zu gehen, um die Insolvenz mit staatlicher Unterstützung abzuwenden."

Bayerns IG-Metall-Bezirksleiter Werner Neugebauer sieht "beispielloses Managementversagen" als Ursache für die Insolvenz. Die Fehler hätten bereits mit der Ausgliederung aus Infineon begonnen, sagte Neugebauer. Qimonda sei von Anfang an zu klein und deshalb nicht überlebensfähig gewesen. Den Managern sei es nicht gelungen, einen Partner oder Investor zu finden, hinzu sei ein eklatanter Mangel an marktgerechter Produktentwicklung gekommen. Ausbaden müssten dies wieder einmal die Mitarbeiter, sagte er.

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cnewton 26. Jan 2009

so wie Du schreibst, steckt aber ne ganze Menge Frust dahinter. Ich stimmte Deinen...

frust 25. Jan 2009

Und allles nur, damit a) Politiker Dicke Hose machen können b) Aufsichtsratsposten für...

bärry 25. Jan 2009

So ist das eben, wenn der Staat meint zig Milliarden reinzufeuern und hinterher nichts...

iJones 25. Jan 2009

Hmm, aber warum nur Unternehmen verstaatlichen die Miese machen? Warum dann nicht gleich...

ein Dresdner 25. Jan 2009

Da kann ich leider nur zustimmen. In meinem Arbeitsumfeld als Ingenieur ist fast niemand...


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