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Alice, Telefónica, QSC und Versatel für billige letzte Meile

Stopp von zusätzlichen Investitionen angedroht. Vier Konkurrenten der Deutschen Telekom drehen den Spieß um: Während der Exmonopolist mehr Geld für die "letzte Meile" will, fordern Alice, QSC, Telefónica und Versatel eine Senkung der TAL-Entgelte um 25 Prozent und drohen mit Investitionsstopp.
/ Achim Sawall
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Die vier Telekommunikationsnetzbetreiber Alice (Telecom Italia), QSC, Telefónica und Versatel haben in einer gemeinsamen Erklärung eine "deutliche Senkung der TAL-Entgelte um 25 Prozent" von Politik und Regulierung gefordert. In der Erklärung nennen die Firmenchefs eine deutliche Absenkung der Entgelte für die Teilnehmeranschlussleitung (TAL), also der monatlichen Miete für die sogenannte letzte Meile, durch die Deutsche Telekom als wichtigste Voraussetzung für weitere Investitionen in die Infrastruktur. Die Unternehmen wollen eine Senkung des Entgeltes um 25 Prozent, was in den kommenden fünf Jahren eine Kosteneinsparung von circa 1,2 Milliarden Euro für alle alternativen Anbieter brächte.

"Ohne ein positives Signal im Sinne eines deutlich abgesenkten TAL-Entgeltes sehen wir für dieses Jahr keine Basis für zusätzliche Investitionen in neue Infrastruktur und Technologie sowie einen funktionierenden Wettbewerb am deutschen Markt" , erklärt Alice-Chef Carlos Lambarri.

Das entsprechende Verfahren zur Festlegung der TAL-Entgelte bei der Bundesnetzagentur hatte am 20. Januar 2009 begonnen. Die Unternehmen rechnen mit einer entsprechenden Entscheidung bis zum 31. März dieses Jahres.

Die Telekom will dagegen von ihren Konkurrenten mehr Geld für die "letzte Meile". Die Miete soll von jetzt 10,50 Euro auf 12,90 Euro angehoben werden. Dieses Entgelt solle bis 2014 gelten. Einen entsprechenden Antrag habe der Konzern bei der Bundesnetzagentur gestellt, die über den Gebührensatz entscheiden muss. Die neuen Entgelte werden zum 1. April 2009 in Kraft treten.

Der Preis der letzten Meile spielt für den Wettbewerb auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt eine bedeutende Rolle. Etwa acht Millionen Anschlüsse sind auf der letzten Meile von der Telekom an Wettbewerber vermietet. Die Vermietung bringt der Telekom Einnahmen von fast 1 Milliarde Euro im Jahr.


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